16. April 2022 in Berlin – Ulrich Matthes, Kathleen Morgeneyer, Almut Zilcher und Linda Pöppel präsentieren iIm Rahmen der Solidaritätsveranstaltung „Schreiben über das Unaussprechliche: Was kann Kultur im Angesicht der Barbarei?“ Katja Petrowskaja’s „Vielleicht Esther“ sowie Tanja Maljartschuk’s „Frösche im Meer“ und Tamina Kutscher und Denis Trubetskoy sprechen über Literatur (Lesung)


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Datum/Zeit
Date(s) - 16/04/2022
19:00 - 21:00

Veranstaltungsort
Deutsches Theater Berlin

Kategorien


LESUNG – Solidaritätsveranstaltung für die Ukraine
STAY UNITED #3
Samstag, 16.04.2022, 19:00
Deutsches Theater Berlin
Schumannstraße 13A
10117 Berlin
Deutschland
Im Rahmen der Solidaritätsveranstaltung »Schreiben über das Unaussprechliche: Was kann Kultur im Angesicht der Barbarei?«
Auszüge aus Katja Petrowskajas Vielleicht Esther und Tanja Maljartschuks Frösche im Meer werden gelesen von Ulrich Matthes, Kathleen Morgeneyer, Almut Zilcher und Linda Pöppel
Im Anschluss sprechen die Autorinnen mit Tamina Kutscher und Denis Trubetskoy

Eintritt:
€ 5,-

Katja Petrowskaja
Das Foto schaute mich an
Kolumnen
Mit 52 s/w und farbigen Abbildungen

Ein Bild trifft den Blick der Betrachterin und lässt sie nicht los. Das Foto einer geisterhaften Pflanze in einem Tschernobyl-Buch. Das rauchvernebelte Gesicht eines Grubenarbeiters in einer Kiewer Ausstellung. Oder ein syrisches Flüchtlingspaar bei der Landung auf Lesbos, abgedruckt in der New York Times. Woraus besteht die Gegenwart? Aus dem, was in Ausstellungen hängt, an Plakatwänden verwittert oder über die Bildschirme läuft? Wie gelingt es, den intimen Moment der Bestürzung oder des Staunens in Sprache zu verwandeln?

Mit den Foto-Kolumnen, die sie 2015 in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung zu schreiben begann, hat die Autorin ihr eigenes Genre geschaffen: kurze Prosa, Landschaft, Biografie, Zeitgeschichte und Form auf minimalem Raum verdichtend. Gerade weil Katja Petrowskaja alles persönlich nimmt, ob das Foto von einer alten Frau im Kaukasus, die der Sessellift in den Himmel trägt, oder den Anblick einer Brüsseler Hauswand nach den Terroranschlägen, gewinnen ihre Texte eine Kraft, die dem Augenblick seine Wahrheit abringt.

Katja Petrowskaja
Vielleicht Esther
Geschichten

Hieß sie wirklich Esther, die Großmutter des Vaters, die 1941 im besetzten Kiew allein in der Wohnung der geflohenen Familie zurückblieb? Die jiddischen Worte, die sie vertrauensvoll an die deutschen Soldaten auf der Straße richtete – wer hat sie gehört? Und als die Soldaten die Babuschka erschossen, »mit nachlässiger Routine« – wer hat am Fenster gestanden und zugeschaut?
In Kiew und Mauthausen, Warschau und Wien legt Katja Petrowskaja Fragmente eines zerbrochenen Familienmosaiks frei – Stoff für einen Epochenroman, erzählt in lapidaren Geschichten. Die Autorin schreibt von ihren Reisen zu den Schauplätzen, reflektiert über ein zersplittertes, traumatisiertes Jahrhundert und rückt Figuren ins Bild, deren Gesichter nicht mehr erkennbar sind. Ungläubigkeit, Skrupel und ein Sinn für Komik wirken in jedem Satz dieses eindringlichen Buches.

Quelle: Suhrkamp Verlag/Insel Verlag

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Direkt beim Verlag oder über unsere Partnerbuchhandlung ist von Katja Petrowskaja „Vielleicht Esther“ und „Das Foto schaute mich an“ erhältlich! Die Autorin wurde mehrmals für Ihre Werke ausgezeichnet!

Verschiedene Medien bzw. Formate:
Katja Petrowskaja: Vielleicht Esther (eBook (EPUB), 2014) – Osiander.de
Katja Petrowskaja: Vielleicht Esther (Buch (Hardcover), 2017 – Osiander.de
Katja Petrowskaja: Vielleicht Esther (Buch (kartoniert), 2015) – Osiander.de
Katja Petrowskaja: Maybe Esther – A Family Story (Buch (kartoniert), Sprache: englisch, 2019) – Osiander.de
Katja Petrowskaja: Maybe Esther (eBook (EPUB), Sprache: englisch, 2018) – Osiander.de
Katja Petrowskaja: Das Foto schaute mich an (Buch (Hardcover), 2022) – Osiander.de

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