01. April 2022 in Osnabrück – Autoren und Autorinnen präsentieren „Wir können nicht anders, als in Zeiten des Krieges über uns zu sprechen“ und Dmitrij Kapitelman und der Journalist Markus Pöhlking sprechen über den Krieg in der Ukraine (Lesung, Gespräch und Diskussion)


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Datum/Zeit
Date(s) - 01/04/2022
19:30 - 21:30

Veranstaltungsort
Rathaus Osnabrück, Friedenssaal

Kategorien


LESUNG – und Podiumsgespräch zum Krieg in der Ukraine
Wir können nicht anders, als in Zeiten des Krieges über uns zu sprechen
Freitag, 01.04.2022, 19:30
Friedenssaal des Rathauses
Markt 30
49074 Osnabrück
Deutschland
Autor:innen lesen über und für die Ukraine
Mit Gedichten von Serhij Zhadan gelesen von Christina Dom
Es liest außerdem Dmitrij Kapitelman
Im Anschluss an die Lesungen diskutieren Dmitrij Kapitelman und der Journalist Markus Pöhlking mit dem Publikum über den Krieg in der Ukraine

Eine Veranstaltung des Literaturbüro Westniedersachsen
Eintritt:
Frei
um Spenden wird gebeten
Reservierung möglich via E-Mail: LitOs-info@osnabrueck.de oder Tel. 0541 202 7908 202-7908

Serhij Zhadan
Antenne
Gedichte
Aus dem Ukrainischen von Claudia Dathe
Was kann und soll die Literatur, wenn Krieg ist? Auf welche Sprache greifen die Dichter zurück? Taugen ihre Instrumente, um dem zum Ausdruck zu verhelfen, »was Angst macht«? Seit vor sechs Jahren die Kämpfe in der Ostukraine begannen, hat Serhij Zhadan die Bewohner in unzähligen Auftritten zu Mut und Resilienz ermutigt und sich mit sozialen Projekten engagiert. Er, der populärste ukrainische Schriftsteller, hat keine existentielle Herausforderung gescheut, um sich eine starke lyrische Stimme zu erarbeiten, die in langen, songhaften Gedichten das vermeintlich Unsagbare in rätselhaft schöne Bilder fasst. In seinem neuen Buch gedenkt er auch seines verstorbenen Vaters, er findet einen Ton, um über die Unvermeidlichkeit des Todes und den Schmerz der Liebe zu sprechen, und über die Trauer, »die auch hell sein kann«, weil sie uns auf einen verborgenen Sinn verweist.

Serhij Zhadan
Internat
Roman
Aus dem Ukrainischen von Juri Durkot und Sabine Stöhr

In Bildern von enormer Eindringlichkeit schildert Serhij Zhadan, wie sich die vertraute Umgebung in ein unheimliches Territorium verwandelt. Mindestens so eindrucksvoll ist seine Kunst, von trotzigen Menschen zu erzählen, die der Angst und Zerstörung ihre Selbstbehauptung und ihr Verantwortungsgefühl entgegensetzen. Seine Auseinandersetzung mit dem Krieg im Donbass findet mit seinem Roman Internat ihren vorläufigen Höhepunkt.

Ein junger Lehrer will seinen 13-jährigen Neffen aus dem Internat am anderen Ende der Stadt nach Hause holen. Die Schule, in der seine berufstätige Schwester ihren Sohn »geparkt« hat, ist unter Beschuss geraten und bietet keine Sicherheit mehr. Durch den Ort zu kommen, in dem das zivile Leben zusammengebrochen ist, dauert einen ganzen Tag.

Der Heimweg wird zur Prüfung. Die beiden geraten in die unmittelbare Nähe der Kampfhandlungen, ohne mehr sehen zu können als den milchigen Nebel, in dem gelbe Feuer blitzen. Maschinengewehre rattern, Minen explodieren, öfter als am Tag zuvor. Paramilitärische Trupps, herrenlose Hunde tauchen in den Trümmern auf, apathische Menschen stolpern orientierungslos durch eine apokalyptische urbane Landschaft.

Serhij Zhadan
Die Erfindung des Jazz im Donbass
Roman
Aus dem Ukrainischen von Juri Durkot und Sabine Stöhr

Herman, ein junger Werbeunternehmer, wird von einem ominösen Anruf aufgeschreckt: Sein Bruder, der am Rande der Steppe eine Tankstelle betreibt, ist spurlos verschwunden. Am Ort des Geschehens trifft Herman auf die Angestellten seines Bruders, verliebt sich in Olha, die eigenwillige Buchhalterin, und versucht, die Tankstelle vor den Attacken eines einheimischen Oligarchen zu retten. Dabei wird ihm klar, dass weit mehr auf dem Spiel steht: nämlich das Glück und der Sinn des Lebens.
Serhij Zhadan, der literarische Feuerwerker, verwandelt in seinem neuen Roman das Industrierevier Donbass in eine fantastische Landschaft, wo Steppennomaden auf Geisterfahrt gehen und sich die Spur der geheimnisvollen amerikanischen Anarchistin und Jazzkomponistin Gloria Adams verliert. Easy-Rider-Atmosphäre am Rande Europas: Hier wird der Traum von der Freiheit noch einmal ganz anders geträumt: als Suche nach Heimat inmitten der Grenzenlosigkeit.

Quelle: Suhrkamp Verlag/Insel Verlag

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Direkt über den Verlag oder bei unserer Partnerbuchhandlung gibt es von Serhij Zhadan „Antenne – Gedichte“, „Internat“, „Die Erfindung des im Donbass“, „Hymne der demokratischen Jugend“ und „Mesopotamien“! Ein Autor mit eindringlicher Erzählkraft in seinen Romanen und Gedichten!

Verschiedene Medien bzw. Formate:
Serhij Zhadan: Antenne – Gedichte (eBook (EPUB), 2020) – Osiander.de
Serhij Zhadan: Antenne – Gedichte (Buch (kartoniert), 2020) – Osiander.de
Serhij Zhadan: Internat (eBook (EPUB), 2018) – Osiander.de
Serhij Zhadan: Internat (Buch (Hardcover), 2018) – Osiander.de
Serhij Zhadan: Die Erfindung des im Donbass (eBook (EPUB), 2012) – Osiander.de
Serhij Zhadan: Die Erfindung des im Donbass (Buch (Hardcover), 2012) – Osiander.de
Serhij Zhadan: Hymne der demokratischen Jugend (Buch (Hardcover), 2009) – Osiander.de
Serhij Zhadan: Hymne der demokratischen Jugend (Buch (kartoniert), 2011) – Osiander.de
Serhij Zhadan: Hymne der demokratischen Jugend (eBook (EPUB), 2012) – Osiander.de
Serhij Zhadan: Mesopotamien (Buch (Hardcover), 2015) – Osiander.de
Serhij Zhadan: Mesopotamien (Buch (kartoniert), 2017) – Osiander.de
Serhij Zhadan: Mesopotamien (eBook (EPUB), 2015) – Osiander.de

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