30. Januar 2018 in Berlin – Prof. Dr. Herlinde Pauer-Studer und Prof. Dr. Werner Kornitzer präsentieren „Weil ich nun mal ein Gerechtigkeitsfanatiker bin“ (Gespräch und Vortrag)


Lade Karte ...

Datum/Zeit
Date(s) - 30/01/2018
19:00 - 21:00

Veranstaltungsort
Topographie des Terrors

Kategorien


Gespräch
und Vortrag
Dienstag, 30.01.2018, 19:00 Uhr
Topographie des Terrors
Niederkirchnerstraße 8
10963 Berlin
Herlinde Pauer-Studer präsentiert ihr Buch »Weil ich nun mal ein Gerechtigkeitsfanatiker bin«. Der Fall des SS-Richters Konrad Morgen.
Begrüßung: Prof. Dr. Andreas Nachama, Direktor der Stiftung Topographie des Terrors
Grußwort: Prof. Dr. Raphael Gross, Präsident der Stiftung Deutsches Historisches Museum
Buchpräsentation und Podiumsgespräch mit Prof. Dr. Herlinde Pauer-Studer und Prof. Dr. Werner Kornitzer
Eintritt:
frei

Herlinde Pauer-Studer, J. David Velleman
»Weil ich nun mal ein Gerechtigkeitsfanatiker bin« – Der Fall des SS-Richters Konrad Morgen

Inhalt
Man habe »das moralische Recht«, dieses Volk »umzubringen«, sagte Heinrich Himmler im Oktober 1943 über den millionenfachen Mord an den Juden. »Wir haben aber nicht das Recht«, fuhr er fort, »uns auch nur mit einem Pelz, einer Uhr, mit einer Mark oder mit einer Zigarette oder sonst etwas zu bereichern.« Tatsächlich hatte Himmler 1939 eine SS-Gerichtsbarkeit geschaffen, die über die »Moral« und die Einhaltung des »Ehrenkodex« der Organisation wachen sollte.
Ein solcher SS-Richter war Konrad Morgen (1909-1982). Morgen ermittelte gegen hochrangige Nationalsozialisten, u. a. gegen Karl Otto Koch, den ehemaligen Kommandanten des Lagers Buchenwald, und gegen Adolf Eichmann, dem er vorwarf, Juwelen unterschlagen zu haben. Sich selbst bezeichnete Morgen als »Gerechtigkeitsfanatiker«.
Gestützt auf seine Berichte und Briefe aus der Kriegszeit sowie auf seine Aussagen in Nürnberg und beim Frankfurter Auschwitz-Prozess, zeichnen Herlinde Pauer-Studer und J. David Velleman die wichtigsten Stationen in der Karriere des SS-Richters Konrad Morgen nach. Die Biografie dieses ambivalenten Charakters ist zugleich eine Studie in moralischer Komplexität und verdeutlicht die strukturelle Pervertierung von Recht und Moral im »Dritten Reich«.

Quelle: Suhrkamp Verlag/Insel Verlag

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.