26. Oktober 2020 in Berlin – Marcel Beyer, Tobias Lehmkuhl und Marion Poschmann präsentieren „geschmacksverstärker“ (Lesung und Gespräch)


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Datum/Zeit
Date(s) - 26/10/2020
19:30 - 21:30

Veranstaltungsort
Literarisches Colloquium Berlin

Kategorien


Studio LCB: »geschmacksverstärker«

VOR ORT IM VERANSTALTUNGSSAAL
Zur neuen Thomas Kling-Werkausgabe
Gesprächspartner: Marcel Beyer, Tobias Lehmkuhl und Marion Poschmann
Moderation: Katharina Teutsch

Tickets online ab 1. Oktober 2020, 12 h | Auch zum Nachhören im Deutschlandfunk. Sendedatum: 31.10.2020, 20.05 h.
https://literatur-berlin.tickettoaster.de/produkte/1199-tickets-studio-lcb-geschmacksverstaerker-literarisches-colloquium-berlin-e-v-berlin-am-26-10-2020

Informationen zu den Hygieneregeln und dem Ablauf unserer Veranstaltungen vor Ort finden Sie unter:
https://lcb.de/veranstaltungen-hinweise.

Als Thomas Kling 2005 im Alter von 47 Jahren starb, hatte er mit einer Reihe von Gedichtbänden – von »geschmacksverstärker« (edition suhrkamp, 1986) über »morsch« (Suhrkamp, 1996) bis »Auswertung der Flugdaten« (DuMont, 2005) – einen neuen Sound in die deutsche Lyrik gebracht. Sein Interesse an historischen, prähistorischen und sprachhistorischen Themen und Gegenständen inspiriert die nachfolgenden Dichtergenerationen bis heute. „ich hab quick/ das silber/ geputzt, sprachsilber,/ schwer zur hand“, beginnt, einem Selbstporträt gleich, das nachgelassene Gedicht »platte«, das nun in der von seinem Kollegen Marcel Beyer gemeinsam mit Gabriele Wix, Frieder von Ammon und Peer Trilcke herausgegebenen vierbändigen Werkausgabe enthalten ist. Das bekannte, zu Lebzeiten erschienene Kling’sche Textkorpus an Gedichten und Essays wird darin um 850 Seiten erweitert – eine archivalische und editorische Meisterleistung. Inwieweit diese Ausgabe den Blick auf Kling und sein Werk verändert, darüber spricht Katharina Teutsch mit dem Herausgeber Marcel Beyer, mit der Dichterin Marion Poschmann und dem Kritiker und Kling-Freund Tobias Lehmkuhl.

Tickets

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Eintritt 8 € / 5 €
Tickets online ab 1. Oktober 2020, 12 h

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Hausgäste
Marcel Beyer

Teilnehmer•innen

Marcel Beyer, Tobias Lehmkuhl, Marion Poschmann, Katharina Teutsch

Quelle: Literarisches Colloquium Berlin
_______________________________
Lesung
Montag, 26.10.2020, 19:30 Uhr

Literarisches Colloquium Berlin

Am Sandwerder 5
14109 Berlin

Im Rahmen des »Studio LCB: geschmacksverstärker«
Marcel Beyer präsentiert die große Thomas Kling-Werkausgabe
Im Gespräch mit Marion Poschmann & Tobias Lehmkuhl
Moderation: Katharina Teutsch
Eintritt:

€ 8,- / erm. € 5,-

Weiterführende Links
Weitere Informationen zur Veranstaltung:

Studio LCB: »geschmacksverstärker«

Marcel Beyer
Dämonenräumdienst – Gedichte

SWR-Bestenliste
Inhalt

Auf der Saftbühne wird etwas aufgeführt. Hildegard Knef steigt ins Auto. Rudolph Moshammer trägt seinen Yorkshire Terrier durch München. S. T. Coleridge macht einen Witz über Köln. Kunstwerke verschwinden. Etwas rüttelt am Fenster. Morgens, mittags, nachts. Der Amselpapst. Die Leute fangen an, Sachen zu reden. Am Wertstoffhof läuft Musik. Elvis fegt noch einmal die Einfahrt. Ich lese nur noch Pferdekrimis und suche die Sprache im grauen Bereich. Das Schlaflabor am Potsdamer Platz. Weißdorn, Majoran, Ginster…

Unerhörtes trägt sich zu in den lange erwarteten neuen Gedichten von Marcel Beyer. In jedem einzelnen der exakt vierzig Verszeilen langen Poeme nimmt sich eine andere Figur jede Freiheit, die die strenge Begrenzung ihr lässt, erzählt Geschichten, paraphrasiert Übersetzungen, stellt Reihungen an – kurz: Sie treiben es bunt, manchmal auch wild, so dass am Ende gesagt werden muss: Es wird ernst! Es wird Zeit, den Dämonenräumdienst zu rufen.

Marcel Beyer
Graphit – Gedichte

Der Materialist unter den Lyrikern

Endlich: Marcel Beyer legt einen neuen Gedichtband vor. Mit dem Titel ist der Hinweis auf die motivische Klammer gegeben: Materialität. Dinge, ob Blume, ob Feder, ob Scheiße oder Abendland, die sich bei den Kollegen aus allen Zeiten finden und neu integrieren lassen; die Körnung der unterschiedlichsten alltäglichen wie politischen Stimmen. Solche Mehrstimmigkeit ist für Marcel Beyer das einzig wirksame Gegengift gegen den ganzen monolithischen, den fanatischen, den faschistischen und chauvinistischen Schwachsinn in der Poesie und das Reden darüber.

Materialität als unterscheidendes Merkmal der anderen Künste, deren Echowirkung diese Gedichte einfangen: das von Photographien angeregte Schreiben, das Schreiben mit der Perspektive, dass ein entstehendes Gedicht von einer fremden Stimme vorgetragen werden wird, und dazu gesungen.

Materialität als besondere Konstellation einer Kunstgattung: Die bis in das Jahr 2001 ausgreifenden Gedichte (Tigerschminke) haben etwas Szenisches: Eine Figur erhält Materialität durch ihre Verkörperung im Bühnenraum. Marcel Beyers Souveränität im Umgang mit seinem Material, mit den Kollegen, mit der Zeitgeschichte, dem Zeitgeist und den in ihm hampelnden Menschen ist unvorsehbar-überwältigend: Der Materialist unter den Lyrikern kombiniert das Gewesene und Anwesende zu Nie-Dagewesenem.

Thomas Kling
Werke in vier Bänden

Werke in vier Bänden

Inhalt

Fünfzehn Jahre nach seinem frühen Tod ist es an der Zeit, den ganzen Thomas Kling zu entdecken. Den provokant-feinnervigen Thomas Kling solcher Gegenwartsklassiker wie der Gedichtbände geschmacksverstärker und Fernhandel. Den Traditionsvermittler und furchtlosen Polemiker Thomas Kling in der poetologischen Selbstverortung Itinerar und in der grundlegenden Aufsatzsammlung Botenstoffe. Aber auch einen Thomas Kling, für den von Beginn an die Nähe zur bildenden Kunst Anlass zum Schreiben bietet, der Kinokritiken für die Tagespresse aus dem Ärmel schüttelt, der Landschaften vom Vinschgau bis zum Niederrhein durchdringt und sich in Rezensionen so akribisch wie begeistert mit der europäischen Literatur von Petrarca bis Inger Christensen auseinandersetzt. Ein Werk von atemberaubender Schönheit und Beobachtungsgabe, beseelt von einem wilden Humor.

Die vierbändige Ausgabe der Werke vereint auf rund 2000 Seiten den Textbestand sämtlicher Bücher und bibliophiler Editionen, die der 2005 mit 47 Jahren verstorbene große deutsche Dichter publiziert hat, dazu zahlreiche weitgehend unbekannte Gedichte und Essays seit 1977 sowie eine Auswahl bislang unveröffentlichter, aus dem Thomas Kling Archiv geborgener Arbeiten.

Quelle: Suhrkamp Verlag/Insel Verlag

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