26. April 2018 in Karlsruhe – Oswald Egger präsentiert sich beim Symposium „Praxis-Theorie-Poesie“ (Lesung)


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Datum/Zeit
Date(s) - 26/04/2018
18:00 - 20:00

Veranstaltungsort
Literaturhaus im Prinz Max Palais

Kategorien


Lesung
Donnerstag, 26.04.2018, 18:00 Uhr

Literaturhaus im PrinzMaxPalais

Karlstraße 10
76133 Karlsruhe

Oswald Egger eröffnet das Symposium »Praxis-Theorie-Poesie« der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe in Kooperation mit dem Museum für Literatur Karlsruhe

ORF-Bestenliste

»Ich singe, also bin ich, singe ich.«

Ist es möglich, einen Berg zu denken, zu dem das Tal fehlt? Wenn man sich Gott und die Welt vorstellen kann, kann man sich z. B. nicht Gott ohne die Welt vorstellen: Was einem vorschwebt, von A bis Z, erscheint oft realer als das, was vor Augen bloß irritiert.

Einmal waren Berge Berge, die Täler waren Täler. Nachdem es mehr Dinge zwischen Grund und Grat gibt, als wir träumen können, sind Berge weder Berge noch Abgründe Abgründe: Was einem blüht, mag zugleich auch blühendes Tal sein. In aller Stille rufen Laute einander auf und zu, kaum wahrnehmbar noch, tief von innen und unten. Nachtwach, in Sprache, schwellen die Intervalle an, stets fügt sich eine zweite Stimme zur ersten, dann noch eine, und dann noch und noch: wie ein Echo das Offene durch Wiederholung der Beschränkung auskostet, aber auf immer weniger Wirklichkeit trifft.

In Oswald Eggers Val di Non wird man fabelhaft wandern oder einfach nur spazieren gehen. Ein Buch, reich bebildert und illustriert mit zig Einstiegen und auch Verstiegenheiten, mit stillen Verstolperungen hinein in eine unfassbare Fundlandschaft aus Wunderbarem: Wie das wohl sein wird – gelebt zu haben, ohne gewesen zu sein.

Quelle: Suhrkamp Verlag/Insel Verlag

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