25. September 2017 in Berlin – Marie NDiaye und Frank Weigand präsentieren „Die Chefin – Roman einer Köchin“ (Lesung und Gespräch)


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Datum/Zeit
Date(s) - 25/09/2017
20:00 - 22:00

Veranstaltungsort
Literarisches Colloquium Berlin

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Die Chefin – Roman einer Köchin
Lesung und Gespräch: Marie NDiaye

Moderation: Patricia Klobusiczky
Deutsche Lesung: Frank Weigand

»Die Chefin – Roman einer Köchin« heißt das neue Werk Marie NDiayes, das Claudia Kalscheuer aus dem Französischen übersetzt hat (Suhrkamp): Eine Frau aus bescheidenen Verhältnissen eröffnet ein Restaurant in Bordeaux und wird mit einem Stern ausgezeichnet. Wie sie zu einer berühmten Chefköchin geworden ist, beschreibt NDiaye in einer biographischen Erkundungsreise, die sich aufgrund der Sprache, der rhythmischen Satzgebilde, dem Ausgreifen in alle Bedeutungsnuancen, der Verzögerung im Erzählablauf und durch die alles umfassende Bewegung der Sprache in ein Erlebnis verwandelt. Der Erzähler, langjähriger Mitarbeiter der Chefin und ihr in (vergeblicher) Liebe verbunden, berichtet von ihrem Leben, ihrem Charakter, ihren Lieben, ihrer Ausbildung, der Kunst der Kochkomposition, dem privaten wie öffentlichen Umgang, indem er potentielle Fragen und Erwartungen der Leserinnen und Leser aufgreift, sie beantwortet und zugleich ins Leere laufen lässt – sie verlangen danach, unbeantwortet zu bleiben. Marie NDiaye, international rezipiert, vielfach ausgezeichnet (u. a. Prix Goncourt für »Drei starke Frauen«), lebt seit 2007 in Berlin.

Eintritt 8 € / 5 €

Quelle: Literarisches Colloquium Berlin
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Lesung
Montag, 25.09.2017, 20:00 Uhr

LCB

Am Sandwerder 5
14109 Berlin

Lesung aus Marie NDiayes neuem Roman Die Chefin
Im Gespräch mit der Autorin: Patricia Klobusiczky
Frank Weigand liest den deutschen Text
Eintritt:

€ 8,- / erm. € 5,-

Marie NDiaye
Die Chefin – Roman einer Köchin

Sinnlich, subtil und elegant

Eine Frau aus bescheidenen Verhältnissen kann schließlich ein Restaurant in Bordeaux eröffnen und wird mit einem Stern ausgezeichnet. Welche Künste hat sie in der Küche gelernt und neu interpretiert? Wie ist sie also zur berühmten Chefköchin geworden? Im neuen Roman von Marie NDiaye, der überragenden Stilistin, werden solche Fragen gestellt, beantwortet – und damit zurückgewiesen. NDiaye nimmt den Leser mit auf eine biographische Erkundungsreise, die sich – aufgrund der Sprache, der rhythmischen Satzgebilde, dem Ausgreifen in alle Bedeutungsnuancen, der Verzögerung im Erzählablauf und durch die alles umfassende Bewegung der Sprache – in ein Erlebnis verwandelt.

Der Erzähler, langjähriger Mitarbeiter der Chefin und ihr in (vergeblicher) Liebe verbunden, berichtet von ihrem Leben – ihrem Charakter, ihren Lieben, ihrer Ausbildung, der Kunst der Kochkomposition, dem privaten wie öffentlichen Umgang –, indem er potentielle Fragen und Erwartungen der Leser aufgreift, sie beantwortet und zugleich ins Leere laufen lässt: Sie verlangen danach, unbeantwortet zu bleiben.
Der Kunst der Marie NDiaye verdankt sich eine neuartige Form der Antibiographie, einer Biographie, die demonstriert, dass nur dann Wahrheit erreicht wird, wenn die Geheimnisse nicht ausgeplaudert, sondern Satz für Satz, Abschnitt für Abschnitt verheimlicht werden. Eine Biographie als Geheimnis hinter der Biographie – das macht die überragende Leistung des neuen Romans von Marie NDiaye aus.

Quelle: Suhrkamp Verlag/Insel Verlag

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