25. Januar 2018 in Berlin – Robert Menasse, Günter Verheugen und Meike Feßmann präsentieren Literatur (Lesung und Gespräch)


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Datum/Zeit
Date(s) - 25/01/2018
19:30 - 21:30

Veranstaltungsort
Literarisches Colloquium Berlin

Kategorien


Studio LCB – Der erste Roman zur Europäischen Union
Lesung: Robert Menasse

Im Gespräch: Günter Verheugen, Meike Feßmann
Moderation: Tobias Lehmkuhl

Noch nie wurde der Deutschen Buchpreis für einen Roman verliehen, der so nah am Puls der Zeit zu sein scheint wie Robert Menasses »Die Hauptstadt« (Suhrkamp Verlag). Stellt er doch die Frage danach, was die Europäische Union ausmacht und wie sich die Idee eines geeinten Europa am Leben erhalten lässt. Gleichzeitig stellt sich in »Die Hauptstadt« aber auch die Frage, was zeitgenössisches Erzählen bedeutet, und wie sich ohne pamphlethaft zu werden über Politik schreiben lässt, wie es einem Autor gelingen kann, Haltung zu zeigen, ohne Partei zu sein. Ein Schwein ist da schon einmal eine gute Idee, auch eine Verschwörung scheint in unserer Dan Brown- und Fake-News-Welt Teil der abzubildenden Realität zu sein. Formwillen, Witz und kluge Psychologie kommen hinzu. Was sonst noch das Geheimnis des Romans ausmacht und wie ein Politiker das Verhältnis von Fiktion und Wirklichkeit beurteilt, wird dieser Abend erweisen.
In Zusammenarbeit mit dem Deutschlandfunk.
Sendetermin: Samstag, 27. Januar 2018, 20:05 Uhr.
Sendefrequenzen und Livestream
Eintritt 8 € / 5 €

Deutschlandfunk – Ein Programm von Deutschlandradio

Quelle: Literarisches Colloquium Berlin
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Gespräch
und Lesung
Donnerstag, 25.01.2018, 19:30 bis 22:00 Uhr
Literarisches Colloqium Berlin (LCB)
Am Sandwerder 5
14109 Berlin
»Studio LCB: Der erste Roman zur Europäischen Union«
Lesung: Robert Menasse
Im Gespräch: Günter Verheugen und Meike Feßmann
Moderation: Tobias Lehmkuhl
Eintritt:
€ 8,- / erm. € 5,-

Der große europäische Roman

In Brüssel laufen die Fäden zusammen – und ein Schwein durch die Straßen.
Fenia Xenopoulou, Beamtin in der Generaldirektion Kultur der Europäischen Kommission, steht vor einer schwierigen Aufgabe. Sie soll das Image der Kommission aufpolieren. Aber wie? Sie beauftragt den Referenten Martin Susman, eine Idee zu entwickeln. Die Idee nimmt Gestalt an – die Gestalt eines Gespensts aus der Geschichte, das für Unruhe in den EU-Institutionen sorgt. David de Vriend dämmert in einem Altenheim gegenüber dem Brüsseler Friedhof seinem Tod entgegen. Als Kind ist er von einem Deportationszug gesprungen, der seine Eltern in den Tod führte. Nun soll er bezeugen, was er im Begriff ist zu vergessen. Auch Kommissar Brunfaut steht vor einer schwierigen Aufgabe. Er muss aus politischen Gründen einen Mordfall auf sich beruhen lassen; ≫zu den Akten legen≪ wäre zu viel gesagt, denn die sind unauffindbar. Und Alois Erhart, Emeritus der Volkswirtschaft, soll in einem Think-Tank der Kommission vor den Denkbeauftragten aller Länder Worte sprechen, die seine letzten sein könnten.
In seinem neuen Roman spannt Robert Menasse einen weiten Bogen zwischen den Zeiten, den Nationen, dem Unausweichlichen und der Ironie des Schicksals, zwischen kleinlicher Bürokratie und großen Gefühlen.
Und was macht Brüssel? Es sucht einen Namen – für das Schwein, das durch die Straßen läuft. Und David de Vriend bekommt ein Begräbnis, das stillschweigend zum Begräbnis einer ganzen Epoche wird: der Epoche der Scham.

Quelle: Suhrkamp Verlag/Insel Verlag

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