25. August 2018 in Erlangen – Philipp Weiss und Herbert Heinzelmann präsentieren im Rahmen des Erlanger Poetenfests Literatur (Lesung und Gespräch)


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Datum/Zeit
Date(s) - 25/08/2018
16:30 - 17:30

Veranstaltungsort
Schlossgarten - Hauptpodium

Kategorien


Lesung
und Gespräch
Samstag, 25.08.2018, 16:30 bis 17:30 Uhr

Hauptpodium im Schlossgarten

91054 Erlangen

Im Rahmen des Erlanger Poetenfests
Lesung mit Philipp Weiss
Anschließend Gespräch mit Herbert Heinzelmann auf dem Nebenpodium II

Philipp Weiss
Am Weltenrand sitzen die Menschen und lachen – Roman

Inhalt

1000 Seiten, fünf Bände – ein Roman. In Am Weltenrand sitzen die Menschen und lachen erzählt Philipp Weiss von der Verwandlung der Welt im Anthropozän – jener Epoche der Erdgeschichte, in welcher der Mensch zur zentralen gestaltenden Kraft geworden ist. Zwischen Frankreich und Japan, zwischen dem 19. und dem 21. Jahrhundert, mittels Enzyklopädie, Manga, Erzählung, Audiotranskription und Notizheft entwirft dieser kühne Roman ein Panoptikum unserer fliehenden Wirklichkeit.

Die siebzehnjährige Paulette erlebt im Jahr 1871 den Aufstand der Pariser Kommune, bereist als eine der ersten europäischen Frauen das Japan der Meiji-Ära und liegt über hundertdreißig Jahre im Eis der französischen Alpen geborgen. Die Klimaforscherin Chantal, ihre Ururenkelin, folgt ihren Spuren nach Fernost, entwirft eine zynische Geschichte des Universums und entflieht zugleich einer Liebe und deren umstülpender Kraft. Der von ihr zurückgelassene Künstler Jona begibt sich auf die Suche, findet in Japan aber nicht Chantal, sondern eine vielfache Katastrophe: ein Erdbeben, eine Welle, einen Atomunfall. Der neunjährige Akio läuft tagelang durch zerstörtes Gebiet. Trost findet er bei Satoshi, einem obdachlosen Tagelöhner und AKW-Nomaden, der langsam an den Folgen der Strahlung stirbt. Durch einen Phantomschmerz getrieben, irrt die junge Japanerin Abra durch Tokio und verliert sich in den einsamen Schleifen ihres virtualisierten Selbst.

Quelle: Suhrkamp Verlag/Insel Verlag