24. Oktober 2017 in Berlin – Thomas Macho präsentiert „Das Leben nehmen. Suizid in der Moderne“ (Lesung und Gespräch)


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Datum/Zeit
Date(s) - 24/10/2017
20:00 - 22:00

Veranstaltungsort
silent green Kulturquartier

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Lesung
und Gespräch
Dienstag, 24.10.2017, 20:00 Uhr

silent green Kulturquartier

Gerichtstraße 35
13347 Berlin

Thomas Macho präsentiert sein aktuelles Buch Das Leben nehmen. Suizid in der Moderne
Moderation: Svenja Flaßpöhler (Deutschlandfunk Kultur)
Eintritt:

frei

Wem gehört mein Leben?

»Der Selbstmord«, schrieb Walter Benjamin in seinem Passagen-Werk, erscheint »als die Quintessenz der Moderne«. Und in der Tat: Nachdem der Versuch, sich das Leben zu nehmen, über Jahrhunderte als Sünde oder Ausdruck einer psychischen Krankheit betrachtet, in einigen Ländern sogar strafrechtlich sanktioniert wurde, vollzieht sich seit dem 20. Jahrhundert ein tiefgreifender Wandel, der zur Entstehung einer neuen Sterbekultur beigetragen hat. Der eigene Tod gilt immer häufiger als »Projekt«, das vom Individuum selbst zu gestalten und zu verantworten ist. Wer sich das Leben nimmt, will es nicht mehr nur auslöschen, sondern auch ergreifen und ihm neue Bedeutung geben.

Thomas Macho erzählt die facettenreiche Geschichte des Suizids in der Moderne und zeichnet dessen Umwertung in den verschiedensten kulturellen Feldern nach: in der Politik (Suizid als Protest und Attentat), im Recht (Entkriminalisierung des Suizids), in der Medizin (Sterbehilfe) sowie in der Philosophie, der Kunst und den Medien. Er geht zurück zu den kulturellen Wurzeln des Suizids, liest Tagebücher, schaut Filme, betrachtet Kunstwerke, studiert reale Fallgeschichten und zeigt insbesondere, welche Resonanzeffekte sich zwischen den unterschiedlichen Freitodmotiven ergeben. Seine Diagnose: Wir leben in zunehmend suizidfaszinierten Zeiten.

Quelle: Suhrkamp Verlag/Insel Verlag

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