23. März 2018 in Berlin – Sabine Stöhr und Leila Chammaa präsentieren „Internat“ (Lesung und Gespräch)


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Datum/Zeit
Date(s) - 23/03/2018
19:00 - 21:00

Veranstaltungsort
Literaturhaus Lettrétage

Kategorien


Lesung
und Gespräch
Freitag, 23.03.2018, 19:00 Uhr
Lettrétage
Mehringdamm 61
10961 Berlin
»Übersetzen von aktueller Literatur aus Kriegsgebieten«
Sabine Stöhr und Leila Chammaa im Gespräch
Moderation: Dorota Stroińska
Eintritt:
€ 5,- / erm. € 4,-

Serhij Zhadan
Internat – Roman
Aus dem Ukrainischen von Juri Durkot und Sabine Stöhr

Ausgezeichnet mit dem Preis der Leipziger Buchmesse 2018 in der Kategorie Übersetzung (Sabine Stöhr und Juri Durkot)
Inhalt
In Bildern von enormer Eindringlichkeit schildert Serhij Zhadan, wie sich die vertraute Umgebung in ein unheimliches Territorium verwandelt. Mindestens so eindrucksvoll ist seine Kunst, von trotzigen Menschen zu erzählen, die der Angst und Zerstörung ihre Selbstbehauptung und ihr Verantwortungsgefühl entgegensetzen. Seine Auseinandersetzung mit dem Krieg im Donbass findet mit seinem Roman Internat ihren vorläufigen Höhepunkt.
Ein junger Lehrer will seinen 13-jährigen Neffen aus dem Internat am anderen Ende der Stadt nach Hause holen. Die Schule, in der seine berufstätige Schwester ihren Sohn »geparkt« hat, ist unter Beschuss geraten und bietet keine Sicherheit mehr. Durch den Ort zu kommen, in dem das zivile Leben zusammengebrochen ist, dauert einen ganzen Tag.
Der Heimweg wird zur Prüfung. Die beiden geraten in die unmittelbare Nähe der Kampfhandlungen, ohne mehr sehen zu können als den milchigen Nebel, in dem gelbe Feuer blitzen. Maschinengewehre rattern, Minen explodieren, öfter als am Tag zuvor. Paramilitärische Trupps, herrenlose Hunde tauchen in den Trümmern auf, apathische Menschen stolpern orientierungslos durch eine apokalyptische urbane Landschaft.

Quelle: Suhrkamp Verlag/Insel Verlag

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