22. März 2018 in Berlin – Serhij Zhadan präsentiert „Internat“ (Lesung und Gespräch)


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Datum/Zeit
Date(s) - 22/03/2018
19:30 - 21:30

Veranstaltungsort
Literarisches Colloquium Berlin

Kategorien


Internat
Lesung: Serhij Zhadan
Moderation: Natascha Freundel

„Asymmetrische Kriegsführung“ nennt man kriegerische Auseinandersetzungen, die nicht von regulären Armeen nach den Kriterien der Genfer Konvention geführt werden. Manche glauben, dass diese Form des schmutzigen Kriegs die Kriege der Zukunft sein werden. Eine dieser asymmetrischen Auseinandersetzungen ist jene zwischen den Russen und den Ukrainern in der Ostukraine. Serhij Zhadan stammt von dort aus dem Donezbecken und wurde – gegen seinen Willen – zum literarischen Zeugen dieses nie erklärten Kriegs. In seinem neuen Roman »Internat« (Suhrkamp, aus dem Ukrainischen von Juri Durkot und Sabine Stöhr) erzählt er eindringlich von einem jungen Lehrer, der seinen 13-jährigen Neffen aus dem Internat am anderen Ende der Stadt nach Hause holen will. Die Schule ist unter Beschuss geraten und bietet keine Sicherheit mehr. Durch den Ort zu kommen, in dem das zivile Leben zusammengebrochen ist, dauert einen ganzen Tag. Die beiden geraten in die unmittelbare Nähe der Kampfhandlungen, paramilitärische Trupps, herrenlose Hunde tauchen in den Trümmern auf, apathische Menschen stolpern orientierungslos durch eine apokalyptische urbane Landschaft. In Zusammenarbeit mit dem Suhrkamp Verlag.
Eintritt 8 € / 5 €

Quelle: Literarisches Colloquium Berlin
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Lesung
und Gespräch
Donnerstag, 22.03.2018, 19:30 Uhr
Literarisches Colloquium Berlin
Am Sandwerder 5
14109 Berlin
Serhij Zhadan stellt seinen neuen Roman Internat vor
Moderation: Natascha Freundel
Eintritt:
€ 8,- / erm. € 5,-

Ausgezeichnet mit dem Preis der Leipziger Buchmesse 2018 in der Kategorie Übersetzung (Sabine Stöhr und Juri Durkot)
Inhalt
In Bildern von enormer Eindringlichkeit schildert Serhij Zhadan, wie sich die vertraute Umgebung in ein unheimliches Territorium verwandelt. Mindestens so eindrucksvoll ist seine Kunst, von trotzigen Menschen zu erzählen, die der Angst und Zerstörung ihre Selbstbehauptung und ihr Verantwortungsgefühl entgegensetzen. Seine Auseinandersetzung mit dem Krieg im Donbass findet mit seinem Roman Internat ihren vorläufigen Höhepunkt.
Ein junger Lehrer will seinen 13-jährigen Neffen aus dem Internat am anderen Ende der Stadt nach Hause holen. Die Schule, in der seine berufstätige Schwester ihren Sohn »geparkt« hat, ist unter Beschuss geraten und bietet keine Sicherheit mehr. Durch den Ort zu kommen, in dem das zivile Leben zusammengebrochen ist, dauert einen ganzen Tag.
Der Heimweg wird zur Prüfung. Die beiden geraten in die unmittelbare Nähe der Kampfhandlungen, ohne mehr sehen zu können als den milchigen Nebel, in dem gelbe Feuer blitzen. Maschinengewehre rattern, Minen explodieren, öfter als am Tag zuvor. Paramilitärische Trupps, herrenlose Hunde tauchen in den Trümmern auf, apathische Menschen stolpern orientierungslos durch eine apokalyptische urbane Landschaft.

Quelle: Suhrkamp Verlag/Insel Verlag

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