21. Juni 2017 in Berlin – Lorenz Jäger liest aus seinem Werk und Jörg Später sowie Simon Werle sprechen über Literatur (Lesung und Gespräch)


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Datum/Zeit
Date(s) - 21/06/2017
20:00 - 22:00

Veranstaltungsort
Literarisches Colloquium Berlin

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Studio LCB
Lesung: Lorenz Jäger

Im Gespräch: Jörg Später, Simon Werle
Moderation: Katharina Teutsch

Walter Benjamin ist einer der wirkmächtigsten Denker des 20. Jahrhunderts. Sein intellektuelles Nachleben ist enorm und doch bleibt sein Profil seltsam schemenhaft. Die „Zertrümmerung der Aura“ ist eine seiner berühmten Formulierungen. Er betonte, Begriffe schaffen zu wollen, die für den Faschismus unbrauchbar sind. Das Kunstwerk, so Benjamin in seinem berühmten Aufsatz über das Zeitalter seiner technischen Reproduzierbarkeit, sei keine genialische Schöpfung, sondern Konstruktion. Gleichzeitig konnte keiner so gut über Engel reflektieren wie dieser Mythenzertrümmerer, der sich in Portbou 1940 auf der Flucht vor den Nationalsozialisten das Leben nahm. Er institutionalisierte die Figur des Flaneurs, übersetzte Baudelaire und schrieb u. a. über das Phänomen der Prostitution. Lorenz Jäger hat in seiner Biografie (Rowohlt Verlag) die großen Leitlinien eines dramatischen Denkens und Lebens sichtbar gemacht. Neben dem Baudelaire-Übersetzer Simon Werle wird Jörg Später, der Biograf Siegfried Kracauers, den Abend komplettieren.

In Zusammenarbeit mit dem Deutschlandfunk.
Sendetermin: Samstag, 24. Juni 2017, 20:05 Uhr.
Sendefrequenzen (http://www.deutschlandradio.de/frequenzen-suchen.212.de.html) und Livestream (http://www.deutschlandradio.de/radiohoeren-auf-deutschlandradio-de.219.de.html)
Eintritt 8 € / 5 €

Deutschlandfunk – Ein Programm von Deutschlandradio

Quelle: Literarisches Colloquium Berlin
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Gespräch
Mittwoch, 21.06.2017, 20:00 Uhr

Literarisches Colloquium Berlin

Am Sandwerder 5
14109 Berlin

Im Rahmen des »Studio LCB«
Im Gespräch mit Studio-Gast Lorenz Jäger: Jörg Später und Simon Werle
Moderation: Katharina Teutsch
Eintritt:

€ 8,- / € 5,-

Jörg Später
Siegfried Kracauer – Eine Biographie

Inhalt

Siegfried Kracauer, geboren 1889 in Frankfurt am Main, gestorben 1966 in New York, war in seinem Leben vieles: Architekt und Schriftsteller, Redakteur der Frankfurter Zeitung und gefragte Person des Weimarer Kulturbetriebes, Teil des philosophischen Quartetts mit Adorno, Benjamin und Bloch, Jude und politischer Linker. Von 1933 bis 1941 war er auf der Flucht, zuerst nach Paris, um dann über Marseille und Lissabon nach New York zu gelangen. Dort mischte er in der psychologischen Kriegsführung mit, betätigte sich aber auch als Filmschriftsteller, als Sozialwissenschaftler und zuletzt als das, was er immer war: ein philosophischer Autor.

Jörg Später hat sich auf die Spuren dieses facettenreichen Lebens begeben und die erste große Biographie über diesen außergewöhnlichen Mann geschrieben. Er beleuchtet die Orte und Milieus, lässt uns an den Freundschaften teilhaben und bringt die Werke zum Sprechen. Nicht im Stile einer der Objektivität verpflichteten Chronik zeichnet er das Leben Siegfried Kracauers nach, sondern als große Erzählung einer Existenzbewältigung, die Licht auf ein Jahrhundert der transzendentalen wie profanen Obdachlosigkeit wirft.

Quelle: Suhrkamp Verlag/Insel Verlag

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