21. Januar 2018 in Köln – Judith Jakob und Joachim Jezewski präsentieren „Heinrich Heine – An einen Politischen Dichter“ (Lesung)


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Datum/Zeit
Date(s) - 21/01/2018
18:00 - 20:00

Veranstaltungsort
Hinterhofsalon - Der Kultursalon im Herzen von Köln

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Heinrich Heine – An einen Politischen Dichter
Sonntag, 21. Januar 2018
18:00 Uhr-19:30 Uhr Uhr

Die Kölner Schauspielerin Judith Jakob und der Pianist Joachim Jezewski begeben sich in dieser musikalischen Lesung mithilfe seiner Gedichte, Briefe und Schriften auf Heines Spuren, von der Düsseldorfer Kindheit an bis zum Exil in Paris, wo Heine nach langer Krankheit schließlich fern der geliebten Heimat starb. Sie geben dem politischen Dichter und Essayisten Heine, dem präzisen Beobachter seiner Zeit Raum, ohne aber die romantische Seite und seinen Witz außer Acht zu lassen.

Die Musik besteht zum größten Teil aus original Heine-Vertonungen u.a. von Schumann, Liszt, Debussy, die aber in diesem Fall ohne Gesangsstimme für sich stehen. Ergänzt wird das Ganze von eigenen Gedicht-Vertonungen.

Eintritt: 15 €

Heinrich Heine, wurde 1797 als Harry Heine in Düsseldorf geboren und starb 1856 im Pariser Exil. Er gilt als „letzter Dichter der Romantik“ und gleichzeitig als deren Überwinder. Er machte die Alltagssprache lyrikfähig, erhob das Feuilleton und den Reisebericht zur Kunstform und verlieh der deutschen Sprache eine zuvor nie gekannte, elegante Leichtigkeit. Als politisch engagierter, scharfzüngiger Journalist, Essayist, Satiriker und Polemiker wurde er ebenso bewundert wie gefürchtet. Im monarchistischen Deutschland wurden seine Werke ab 1835 verboten; hundert Jahre später verbrannten die Nazis „die Judensau Heine“ öffentlich. Das Gedicht um die „Loreley“ durfte nur mit dem Vermerk „Dichter unbekannt“ gedruckt und gesungen werden.
Der bekannte Literaturkritiker Marcel Reich-Ranicki hat über den Schriftsteller gesagt: „Was immer Heine publizierte, er wurde geschätzt und bewundert, verabscheut und bekämpft. Es verschaffte ihm neue Feinde und freilich immer auch neue Freunde. Er wurde gehasst wie kein deutscher Dichter vor ihm, er wurde geliebt wie nur sehr wenige Poeten vor und nach ihm.“

J.-A. Kruse (langjähriger Leiter des Heine-Instituts) schreibt: „ Es ist häufig festzustellen, daß nach einer privaten Heine-Lektüre oder nach Rezitationen von Heine-Texten das Publikum staunend feststellt, wie gegenwärtig oder heutig ihm der Autor vorgekommen sei. Man fühle sich durch und durch verstanden und andererseits sei dasjenige, was einem längst auf den Nägeln brenne, vom Dichter ebenso treffend wie witzig ausgesprochen worden ist.“

LEBENSFAHRT

Ein Lachen und Singen! Es blitzen und gaukeln
Die Sonnenlichter. Die Wellen schaukeln
Den lustigen Kahn. Ich saß darin
Mit lieben Freunden und leichtem Sinn.

Der Kahn zerbrach in eitel Trümmer,
Die Freunde waren schlechte Schwimmer,
Sie gingen unter, im Vaterland;
Mich warf der Sturm an den Seinestrand.

Ich hab ein neues Schiff bestiegen,
Mit neuen Genossen; es wogen und wiegen
Die fremden Fluten mich hin und her –
Wie fern die Heimat! mein Herz wie schwer!

Und das ist wieder ein Singen und Lachen –
Es pfeift der Wind, die Planken krachen –
Am Himmel erlischt der letzte Stern –
Wie schwer mein Herz! die Heimat wie fern!

Quelle: Hinterhofsalon

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