21. April 2018 in Berlin – Esther Kinsky liest im Rahmen der Literaturtage des Zentrums für Literatur- und Kulturforschung (ZfL) zum Thema „Sonderlinge in der Gegenwartsliteratur“ aus „Hain“ (Lesung und Gespräch)


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Datum/Zeit
Date(s) - 21/04/2018
17:30 - 19:30

Veranstaltungsort
Literaturhaus Berlin

Kategorien


Lesung
und Gespräch
Samstag, 21.04.2018, 17:30 Uhr

Literaturhaus Berlin

Fasanenstraße 23
10719 Berlin

Im Rahmen der Literaturtage des Zentrums für Literatur- und Kulturforschung (ZfL) zum Thema »Sonderlinge in der Gegenwartsliteratur«
Esther Kinsky liest aus Hain
Moderation: Mona Körte

Ausgezeichnet mit dem Preis der Leipziger Buchmesse 2018
Platz 1 der SWR-Bestenliste
Platz 1 der ORF-Bestenliste
Geländeroman

Drei Reisen unternimmt die Ich-Erzählerin in Esther Kinskys Geländeroman. Alle drei führen sie nach Italien, doch nicht an die bekannten, im Kunstführer verzeichneten Orte, nicht nach Rom, Florenz oder Siena, sondern in abseitige Landstriche und Gegenden – nach Olevano Romano etwa, einer Kleinstadt in den Hügeln nordöstlich der italienischen Hauptstadt gelegen, oder in die Valli di Comacchio, die Lagunenlandschaft im Delta des Po, halb von Vögeln beherrschte Wasserwelt, halb dem Wasser abgetrotztes Ackerland. Zwischen diesen beiden Geländeerkundungen im Gebirge und in der Ebene führt die dritte Reise die Erzählerin zurück in die Kindheit: Wie bruchstückhafte Filmsequenzen tauchen die Erinnerungen an zahlreiche Fahrten durch das Italien der Siebzigerjahre auf, dominiert von der Figur des Vaters.

Esther Kinskys Streifzüge und Wanderungen – im Gedächtnis ebenso wie gehend oder fahrend in der Gegenwart – sind Italienische Reisen eigener Art. Sie erkunden mit allen Sinnen äußeres Terrain und führen doch ins Innere, zu Abbrüchen der Trauer und des Schmerzes und zu Inseln des Trostes. Der einfühlsame, präzise Blick der Reisenden entlockt jedem Gelände, was eigentlich im Verborgenen liegt: Geheimnis und Schönheit.

Quelle: Suhrkamp Verlag/Insel Verlag

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