14. September 2017 in Berlin – Marie NDiaye präsentiert „Die Chefin“ (Lesung und Gespräch)


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Datum/Zeit
Date(s) - 14/09/2017
19:30 - 21:00

Veranstaltungsort
Haus der Berliner Festspiele, Seitenbühne

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Buchpremiere: Marie NDiaye [F/D] präsentiert mit »Die Chefin – Roman einer Köchin« eine neue Form der Antibiographie

Marie NDiaye, deren »Drei starke Frauen« mit dem Internationalen Literaturpreis Berlin und dem Prix Goncourt ausgezeichnet wurde, erzählt in ihrem neuen Roman von einer Köchin aus einfachen Verhältnissen, die schließlich ein Restaurant in Bordeaux eröffnet. Dabei schafft NDiaye eine neue Form der Antibiografie, die Lebensdaten eher verheimlicht und viele Fragen offen lässt.

14.09.2017 19:30 Uhr
Literaturen der Welt
Haus der Berliner Festspiele
Seitenbühne
Autor: Marie NDiaye
Moderation Iris Radisch
Sprecher Denis Abrahams
Dolmetscher Vincent v. Wroblewsky
Preis 8 Euro / ermäßigt 6 / Schüler 4
Ticketinfos
Ticket online kaufen

Quelle: Internationales Literaturfestival Berlin
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Lesung
Donnerstag, 14.09.2017, 19:30 Uhr

Haus der Berliner Festspiele
Seitenbühne

Schaperstraße 24
10719 Berlin

Buchpremiere
Im Rahmen des »Internationalen Literaturfestivals Berlin«
Marie NDiaye stellt ihren neuen Roman Die Chefin vor
Moderation: Iris Radisch
Lesung des deutschen Textes: Denis Abrahams
Eintritt:

€ 8,- Euro / erm. € 6,-

Marie NDiaye
Die Chefin – Roman einer Köchin

Sinnlich, subtil und elegant

Eine Frau aus bescheidenen Verhältnissen kann schließlich ein Restaurant in Bordeaux eröffnen und wird mit einem Stern ausgezeichnet. Welche Künste hat sie in der Küche gelernt und neu interpretiert? Wie ist sie also zur berühmten Chefköchin geworden? Im neuen Roman von Marie NDiaye, der überragenden Stilistin, werden solche Fragen gestellt, beantwortet – und damit zurückgewiesen. NDiaye nimmt den Leser mit auf eine biographische Erkundungsreise, die sich – aufgrund der Sprache, der rhythmischen Satzgebilde, dem Ausgreifen in alle Bedeutungsnuancen, der Verzögerung im Erzählablauf und durch die alles umfassende Bewegung der Sprache – in ein Erlebnis verwandelt.

Der Erzähler, langjähriger Mitarbeiter der Chefin und ihr in (vergeblicher) Liebe verbunden, berichtet von ihrem Leben – ihrem Charakter, ihren Lieben, ihrer Ausbildung, der Kunst der Kochkomposition, dem privaten wie öffentlichen Umgang –, indem er potentielle Fragen und Erwartungen der Leser aufgreift, sie beantwortet und zugleich ins Leere laufen lässt: Sie verlangen danach, unbeantwortet zu bleiben.
Der Kunst der Marie NDiaye verdankt sich eine neuartige Form der Antibiographie, einer Biographie, die demonstriert, dass nur dann Wahrheit erreicht wird, wenn die Geheimnisse nicht ausgeplaudert, sondern Satz für Satz, Abschnitt für Abschnitt verheimlicht werden. Eine Biographie als Geheimnis hinter der Biographie – das macht die überragende Leistung des neuen Romans von Marie NDiaye aus.

Quelle: Suhrkamp Verlag/Insel Verlag

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