11. Oktober 2017 in Frankfurt am Main – Didier Fassin und Hartmut Rosa präsentieren „Welche Rolle spielen der Suchende und der Theoretiker im öffentlichen Raum?“ (Gespräch)


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Datum/Zeit
Date(s) - 11/10/2017
15:30 - 16:30

Veranstaltungsort
Frankfurter Buchmesse, Ehrengast-Pavillon/Große Bühne, Forum, Ebene 1

Kategorien


Buchmesse
Mittwoch, 11.10.2017, 15:30 bis 16:30 Uhr

Ehrengast-Pavillon / Große Bühne (Forum, Ebene 1)

Frankfurt am Main
Deutschland

„Welche Rolle spielen der Suchende und der Theoretiker im öffentlichen Raum?“ – Begegnung zwischen Didier Fassin und Hartmut Rosa

Didier Fassin
Das Leben – Eine kritische Gebrauchsanweisung

Eine philosophische Ethnografie des Lebens

Das Leben gilt, in Adornos Worten, seit der Antike als der eigentliche Bereich der Philosophie, die nach dem richtigen und guten Leben fragt. Seit etwas mehr als einem Jahrhundert ist das Leben aber auch zu einem Gegenstand der Sozialwissenschaften geworden. Der renommierte französische Mediziner, Anthropologe und Soziologe Didier Fassin regt in seinem faszinierenden Buch nun zu einem kritischen Dialog zwischen Philosophie und Sozialforschung an.

Zur Debatte stehen dabei drei Konzepte: Die »Formen des Lebens« untersucht Fassin angesichts der widersprüchlichen Interpretationen von Ludwig Wittgensteins Begriff der Lebensform. Mit der »Ethik des Lebens« beschäftigt er sich unter Bezug auf Walter Benjamins Idee der Heiligkeit des Lebens als höchsten Gutes. Und die »Politik des Lebens« erkundet Didier Fassin im Anschluss an Michel Foucaults Konzept der Biopolitik. Gestützt auf zahlreiche ethnografische Fallstudien, die zeigen, wie Leben in verschiedenen kulturellen und historischen Kontexten betrachtet und erfahren wird, entwickelt Fassin eine kritische Ethnologie gegenwärtiger Gesellschaften.

Hartmut Rosa
Beschleunigung – Die Veränderung der Zeitstrukturen in der Moderne

Inhalt
Das Buch unternimmt erstmals den Versuch, die sich potenzierende Dynamisierung gesellschaftlicher Verhältnisse, wie sie in der jüngsten politischen und digitalen Beschleunigungswelle etwa unter dem Stichwort ›Globalisierung‹ firmiert, systematisch zu erfassen und sie in ihren kulturellen und strukturellen Ursachen ebenso wie in ihren Auswirkungen auf die individuelle und kollektive Lebensführung zu analysieren. Entwickelt wird dabei die These, daß die zunächst befreiende und befähigende Wirkung der modernen sozialen Beschleunigung, die mit den technischen Geschwindigkeitssteigerungen des Transports, der Kommunikation oder der Produktion zusammenhängt, in der Spätmoderne in ihr Gegenteil umzuschlagen droht. Individuell wie kollektiv verändert sich die Erfahrung von Zeit und Geschichte: An die Stelle einer gerichteten Vorwärtsbewegung tritt die Wahrnehmung einer gleichsam bewegungslosen und in sich erstarrten Steigerungsspirale.

Quelle: Suhrkamp Verlag/Insel Verlag

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