09. Juni 2017 in Düsseldorf – György Dragomán präsentiert „Der Scheiterhaufen“ (Lesung)


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Datum/Zeit
Date(s) - 09/06/2017
19:30 - 21:30

Veranstaltungsort
Umweltinfozentrum Rheinufer - UIZ (unterhalb von Rathausufer 13)

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György Dragomán, Der Scheiterhaufen

19:30 Uhr

UIZ am Rheinwerft 30 (unterhalb von Rathausufer 13)

40213 Düsseldorf

Eintritt frei

Rumänien nach dem Sturz des Diktators, der den Menschen Freiheit und ein sorgenfreieres Leben bescheren könnte. Doch die Vergangenheit wirkt in der Gegenwart weiter: Emma, eine dreizehnjährige Vollwaise, wächst im Internat auf. Ihre Eltern sollen bei einem Autounfall ums Leben gekommen sein. Eines Tages erscheint eine Unbekannte, die sich als ihre Großmutter ausgibt. Widerstrebend folgt Emma ihr in eine fremde Stadt. In der Schule wird Emma gehänselt und bedroht, denn ihre Großmutter gilt als Spitzel und Geisteskranke. Misstrauisch setzt sie sich über das Verbot, den Holzschuppen im Garten zu betreten, hinweg – und macht eine verstörende Entdeckung.

György Dragomán, 1973 in Siebenbürgen geboren, übersiedelte 1988 mit seiner Familie nach Ungarn. Er hat über Beckett promoviert, übersetzt aus dem Englischen und arbeitet als Webdesigner. Seine Bücher wurden in mehr als 30 Sprachen übersetzt.

Im Rahmen der Düsseldorfer Literaturgae

www.duesseldorfer-literaturtage.de

Quelle: Literaturstadt Düsseldorf
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Lesung
Freitag, 09.06.2017, 19:30 Uhr

Umweltinformationszentrum, UIZ

Unteres Rheinwerft 30
40213 Düsseldorf

György Dragomán liest aus Der Scheiterhaufen
Eintritt:

frei

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Inhalt

Rumänien nach dem Sturz des Diktators. Emma, eine dreizehnjährige Vollwaise, wächst im Internat auf. Ihre Eltern sollen bei einem Autounfall ums Leben gekommen sein. Eines Tages erscheint eine Unbekannte, die sich als ihre Großmutter ausgibt. Widerstrebend folgt Emma ihr in eine fremde Stadt.

In der Schule wird Emma nicht nur gehänselt, sondern auch bedroht, denn ihre Großmutter gilt als Spitzel und Geisteskranke. Tapfer erträgt sie die Peinigungen, zugleich aber wächst das Misstrauen gegen die alte Frau. Als sie sich über das Verbot, den Holzschuppen im Garten zu betreten, hinwegsetzt, macht sie eine verstörende Entdeckung.

Die Geschichte, die nun beginnt, zieht Emma den Boden unter den Füßen weg: Stückweise kommt die Wahrheit über ihre Familie ans Licht – und über eine Gesellschaft, in der das gewaltsame Ende vieler ihrer Bürger nie verfolgt wurde.
Die mutige Heldin dieses Entwicklungsromans handelt so radikal wie der Protagonist des Weißen Königs. Bei Dragomán sind es die Kinder, die mit ihrem unbestechlichen Sinn für Gerechtigkeit das Netz aus Lüge, Gemeinheit und Brutalität zerreißen. Eine knappe, einfache Sprache steht in spannungsvollem Kontrast zur doppelbödigen Realität und zur Mehrdeutigkeit des Wahrgenommenen. Das Unheimliche, Phantastische ist das Element, in dem Emma nach Klarheit sucht.

Quelle: Suhrkamp Verlag/Insel Verlag

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