07. September 2017 in Berlin – Gabriele Leupold und Jürgen Dormagen präsentieren Andrej Platonow’s „Die Baugrube“ (Gespräch)


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Datum/Zeit
Date(s) - 07/09/2017
19:00 - 21:00

Veranstaltungsort
Institut français Berlin

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100 Jahre Oktoberrevolution: Gabriele Leupold [D] und Jürgen Dormagen [D] stellen Andrej Platonows »Die Baugrube« vor

Für die Errichtung eines »gemeinproletarischen Hauses« heben Arbeiter unterschiedlicher Herkunft am Rande einer Großstadt eine Grube aus. Aber die Wucht des sozialistischen Traums erdrückt sie, am Ende haben sie in der Grube eine Utopie begraben. Wie kein anderer beschrieb Platonow in »Die Baugrube« in den zwanziger Jahren die frühe sowjetische Zeit. »Es ist im 20. Jahrhundert kein schöneres, furchtbareres und klügeres Buch über Totalitarismus und Utopie geschrieben worden.« (Andrzej Stasiuk, »FAZ«)

07.09.2017 19:00 Uhr
Erinnerung, Sprich
Institut Français
Autoren: Gabriele Leupold, Jürgen Dormagen
Preis 8 Euro / ermäßigt 6 / Schüler 4
Ticketinfos: http://www.literaturfestival.com/tickets
Ticket online kaufen: https://tickets.kbb.eu/kbb.webshop/webticket/bestseatselect?tokenName=CSRFTOKEN&eventId=8915&language=de

Quelle: Internationales Literaturfestival Berlin
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Buchpräsentation
Donnerstag, 07.09.2017, 19:00 Uhr

Institut Français

Kurfürstendamm 211
10719 Berlin

Im Rahmen des »Internationalen Literaturfestivals Berlin«
»100 Jahre Oktoberrevolution«
Gabriele Leupold und Jürgen Dormagen stellen Andrej Platonows Die Baugrube vor

SWR-Bestenliste
ORF-Bestenliste

Ein Schlüsselwerk und Hauptwerk der russischen Literatur

Am Rand einer großen Stadt heben Arbeiter eine riesige Grube aus, um ein »gemeinproletarisches Haus« zu errichten. Vom Kriegsinvaliden über den Handlanger bis zum Ingenieur bildet sich unter den freiwilligen Sklaven eine Hierarchie, die den sozialen Verhältnissen in Stalins Sowjetunion ähnelt. Mit Nastja, dem Waisenkind, das sich nach seiner bourgeoisen Mutter sehnt, ist der »neue Mensch« bereits unter ihnen. Doch am Ende wird es in der Baugrube beerdigt, dem kollektiven Grab, das sich die »Paradieserbauer« (Brodsky) geschaufelt haben.

Andrej Platonows Helden setzen alle ihre Kräfte ein, die glückliche Zukunft der Menschheit durch ihrer Hände Arbeit herbeizuführen – und werden doch von der Wucht dieser Aufgabe erdrückt: Sie versinken in Schwermut, leiden an Erschöpfung und Grübelsucht oder gehen zugrunde, weil es in der neuen Ordnung der Dinge keinen Platz mehr für sie gibt. Die Sprache kann mit dem utopischen Denken nicht Schritt halten, der Boden entgleitet ihr unter den Füßen.

Wie kein zweiter Autor lässt Platonow die Atmosphäre einer Epoche spüren, die voll war von Utopien und Prophezeiungen einer künftigen Welt. Die russische Revolution, die alle Bereiche des Lebens in diesem riesigen Land erfasste, der Kampf um einen »neuen Himmel und eine neue Erde«, findet in seinem Werk einen unerhörten Ausdruck.
Auf der Grundlage der 2000 in Sankt Petersburg erschienenen, erstmals edierten gültigen Originalausgabe hat Gabriele Leupold, gerühmt für ihre Übersetzungen von Andrej Belyjs Petersburg und Warlam Schalamows Erzählungen aus Kolyma, eine neue deutsche Fassung des als unübersetzbar geltenden Buches erarbeitet.

Quelle: Suhrkamp Verlag/Insel Verlag

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