04. Oktober 2017 in Düsseldorf – Marie NDiaye präsentiert „Die Chefin“ (Lesung)


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Datum/Zeit
Date(s) - 04/10/2017
19:00 - 21:00

Veranstaltungsort
Heinrich-Heine-Institut

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Marie NDiaye Die Chefin. Roman einer Köchin

19:00 Uhr

Heinrich-Heine-Institut

Bilker Straße 12-14

40213 Düsseldorf

6,- € / 4,- €

Die Chefin, eine Frau aus äußerst bescheidenen Verhältnissen, führt in Bordeaux schon lange Jahre das Restaurant „La Bonne Heure“ und wird in Anerkennung ihrer Kochkunst mit einem Stern ausgezeichnet, so die Ausgangssituation des neuen faszinierenden Romans der vielgerühmten Autorin Marie NDiaye. Erzählt wird die Lebensgeschichte der Chefin in der Rückschau von einem ehemals sehr jungen Mitarbeiter des Restaurants, der die Chefin über alles liebte und Jahrzehnte später immer noch liebt. Warum hat die Chefin diese Liebe nie erwidert? Marie NDiaye nimmt den Leser mit auf eine biographische Erkundungsreise, die durch die außergewöhnliche Erzählperspektive und die Stilkunst der Autorin zu einem einzigartigen Erlebnis wird.

Marie NDiaye, 1967 in Pithiviers bei Orléans geboren, veröffentlichte ihren ersten Roman mit 17 Jahren. Weitere Romane und Theaterstücke folgten. Für „Drei starke Frauen“ erhielt sie 2009 den Prix Goncourt. Seit 2007 lebt die Autorin mit ihrer Familie in Berlin.

Moderation und Lesung des deutschen Textes: Dr. Karin Füllner

Übersetzung des Gespräches: Stefan Barmann

Quelle: Literaturstadt Düsseldorf
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Lesung
Mittwoch, 04.10.2017, 19:00 Uhr

Heinrich-Heine-Institut

Bilker Str. 12-14
40213 Düsseldorf

Marie NDiaye liest aus ihrem neuen Roman Die Chefin
Moderation und Lesung der deutschen Textstellen: Dr. Karin Füllner
Übersetzung: Stefan Barmann

Eintritt:

€ 6,- / € 4,-

Marie NDiaye
Die Chefin – Roman einer Köchin

Sinnlich, subtil und elegant

Eine Frau aus bescheidenen Verhältnissen kann schließlich ein Restaurant in Bordeaux eröffnen und wird mit einem Stern ausgezeichnet. Welche Künste hat sie in der Küche gelernt und neu interpretiert? Wie ist sie also zur berühmten Chefköchin geworden? Im neuen Roman von Marie NDiaye, der überragenden Stilistin, werden solche Fragen gestellt, beantwortet – und damit zurückgewiesen. NDiaye nimmt den Leser mit auf eine biographische Erkundungsreise, die sich – aufgrund der Sprache, der rhythmischen Satzgebilde, dem Ausgreifen in alle Bedeutungsnuancen, der Verzögerung im Erzählablauf und durch die alles umfassende Bewegung der Sprache – in ein Erlebnis verwandelt.

Der Erzähler, langjähriger Mitarbeiter der Chefin und ihr in (vergeblicher) Liebe verbunden, berichtet von ihrem Leben – ihrem Charakter, ihren Lieben, ihrer Ausbildung, der Kunst der Kochkomposition, dem privaten wie öffentlichen Umgang –, indem er potentielle Fragen und Erwartungen der Leser aufgreift, sie beantwortet und zugleich ins Leere laufen lässt: Sie verlangen danach, unbeantwortet zu bleiben.
Der Kunst der Marie NDiaye verdankt sich eine neuartige Form der Antibiographie, einer Biographie, die demonstriert, dass nur dann Wahrheit erreicht wird, wenn die Geheimnisse nicht ausgeplaudert, sondern Satz für Satz, Abschnitt für Abschnitt verheimlicht werden. Eine Biographie als Geheimnis hinter der Biographie – das macht die überragende Leistung des neuen Romans von Marie NDiaye aus.

Quelle: Suhrkamp Verlag/Insel Verlag

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