04. Juni 2026 in Frankfurt am Main – Judith Schalansky und Jutta Person präsentieren m Rahmen des Festivals „Science Utopias“ Literatur (Lesung)


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Datum/Zeit
Date(s) - 04/06/2026
18:30 - 20:30

Veranstaltungsort
Palmengarten Frankfurt, Galerie am Palmenhaus

Kategorien


LESUNG
Judith Schalansky
Donnerstag, 04.06.2026, 18:30
Palmengarten Frankfurt
Galerie am Palmenhaus
Siesmayerstraße 63
60323 Frankfurt a. M.
Deutschland
Im Rahmen des Festivals »Science Utopias«
Judith Schalansky im Gespräch mit Jutta Person

Weitere Informationen zur Veranstaltung:
https://www.palmengarten.de/de/aktuelles/detail.html?tx_news_pi1[action]=detail&tx_news_pi1[controller]=News&tx_news_pi1[news]=66&cHash=4da07b6c7beae77b55a971084d2c129b

Judith Schalansky
Marmor, Quecksilber, Nebel
Woraus die Welt gemacht ist

Es beginnt nicht mit einem weißen Blatt, sondern mit einem weißen Block, einem fast 27 Tonnen schweren Ungetüm aus massivem Marmor. Noch Monate nach der verhängnisvollen Begegnung auf einer Fähre vor der Insel Thassos lässt der Stein Judith Schalansky nicht los und führt sie auf eine schneeweiße Fährte in die Marmorbrüche und Bildhauerei-Ateliers, durch die dunkle, oft gewalttätige Geschichte von Materialgewinnung und Weltaneignung. Ein Workshop an der Kunsthochschule von Guadalajara wiederum gerät zu einer tollkühn-quecksilbrigen Performance als Apologetin der Buchkultur. Und die Rekonstruktion einer lang zurückliegenden Besteigung des meist nebelverhangenen Brockens verdichtet sich zu einer Enzyklopädie der Undurchsichtigkeit, die das Erhellende im Ungewissen sucht.
Wie immer bei Judith Schalansky geht es in ihrem neuen Buch um alles: den Nährwert von Marmorschweinen, das Gewicht der Erde, den Belegungsplan der Arche Noah, die Wahrhaftigkeit mexikanischen Wrestlings oder das Brockengespenst – um Phänomene also, in denen sich die widerspenstige Wirklichkeit spiegelt und vervielfacht. Ihre drei windungsreichen, immer überraschenden Texte, mal Essay, mal Erzählung, erkunden mit spielerischer Präzision die materiellen Bedingungen des Lebens und nicht zuletzt des eigenen Schreibens.

Judith Schalansky
Taschenatlas der abgelegenen Inseln
Fünfundfünfzig Inseln, auf denen ich nie war und niemals sein werde

Als Judith Schalanskys Atlas 2009 erschien, herrschte zwar allgemeine Verzückung über Idee, Konzept und Gestaltung: fünfzig entlegene Inseln – von Tristan da Cunha bis zum Clipperton-Atoll, von der Weihnachts- bis zur Osterinsel – nach Ozeanen geordnet, kunstvoll illustriert und mit je einer absurd-abgründigen Geschichte, die von historischen Begebenheiten und naturwissenschaftlichen Berichten inspiriert ist.

Niemand konnte jedoch ahnen, dass der Atlas nicht nur zum internationalen Bestseller und mit diversen Preisen ausgezeichneten Designobjekt werden, sondern ein regelrechtes Zeitalter der »poetischen Atlanten« einläuten und weltweit unzählige Nachahmer finden würde. Und nie war so aktuell wie heute, was dieses Buch beweist: dass die abenteuerlichsten Reisen im Kopf stattfinden, mit dem Finger auf der Landkarte.

Die erweiterte Erfolgsausgabe von 2021 mit neuem Vorwort und fünf neuen Inseln wird hier in einer schön gestalteten, gebundenen Taschenbuchausgabe vorgelegt.

Judith Schalansky
Verzeichnis einiger Verluste

Wie groß ist der Unterschied zwischen An- und Abwesenheit, wie nah liegen Bewahren und Zerstören, Verlust und Schöpfung beieinander?

Die Weltgeschichte ist voller Dinge, die verloren sind – mutwillig zerstört oder im Lauf der Zeit abhandengekommen. Ausgehend von verschwundenen Natur- und Kunstgegenständen wie den Liedern der Sappho, dem abgerissenen Palast der Republik, einer ausgestorbenen Tigerart oder einer im Pazifik versunkenen Insel, entwirft Judith Schalansky mit erzählerischer Kraft ein Verzeichnis des Verschollenen. Die Protagonisten dieser Geschichten sind Figuren im Abseits, die gegen die Vergänglichkeit ankämpfen: ein alter Mann, der das Wissen der Menschheit in seinem Tessiner Garten hortet, ein Ruinenmaler, der die Vergangenheit erschafft, wie sie niemals war, die gealterte Greta Garbo, die durch Manhattan streift und sich fragt, wann genau sie wohl gestorben sein mag, und die Schriftstellerin Schalansky, die in den Leerstellen ihrer eigenen Kindheit die Geschichtslosigkeit der DDR aufspürt.

Quelle: Suhrkamp Verlag/Insel Verlag

Veranstaltungsort:
Palmengarten Frankfurt, Galerie am Palmenhaus
Siesmayerstraße 61
60323 Frankfurt am Main

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Direkt beim Verlag oder über unsere Partnerbuchhandlung finden Sie „Atlas der abgelegenen Inseln – Fünfundfünfzig Inseln, auf denen ich nie war und niemals sein werde“, „Verzeichnis einiger Verluste“, „Der Hals der Giraffe – Bildungsroman“ und „Blau steht dir nicht – Matrosenroman“ von Judith Schalansky! Offenen Fragen und Gedanken zum Leben, denen sich eine Mitvierzigerin auf einer Expeditionsfahrt mit dem Schiff stellt, macht ihr nach einer Weile klar, was ihr wirklich wichtig ist!

Verschiedene Medien bzw. Formate:
Judith Schalansky: Atlas der abgelegenen Inseln – Fünfundfünfzig Inseln, auf denen ich nie war und niemals sein werde (Buch (Hardcover), 2021) – buch7
Judith Schalansky: Taschenatlas der abgelegenen Inseln – Fünfundfünfzig Inseln, auf denen ich nie war und niemals sein werde (Buch (kartoniert), 2021) – buch7
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Verschiedene Medien bzw. Formate:
Judith Schalansky: Marmor, Quecksilber, Nebel – Woraus die Welt gemacht ist (Buch (Hardcover), 2026) – buch7
Judith Schalansky: Marmor, Quecksilber, Nebel – Woraus die Welt gemacht ist (eBook (EPUB), 2026) – buch7

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