03. Juli 2018 in Stuttgart – Esther Kinsky und Joana Bator präsentieren „Von Großmüttern, Müttern und Töchtern“ (Lesung und Gespräch)


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Datum/Zeit
Date(s) - 03/07/2018
20:00 - 22:00

Veranstaltungsort
Literaturhaus Stuttgart

Kategorien


Lesung
und Gespräch
Dienstag, 03.07.2018, 20:00 Uhr

Literaturhaus Stuttgart

Breitscheidstr. 4
70174 Stuttgart

Internationaler Hermann-Hesse-Preis
»Von Großmüttern, Müttern und Töchtern«
Esther Kinsky und Joana Bator
Moderation: Schamma Schahadat

Mit freundlicher Unterstützung durch die Hermann-Hesse-Stiftung

Joanna Bator
Dunkel, fast Nacht – Roman

Inhalt

Eine Stadt ist in Aufruhr. Drei Kinder sind verschwunden. Die erfolglosen Ermittlungen schüren die Wut der Bürger, befeuern die Gerüchte. Verdächtigungen und Schuldzuweisungen greifen um sich. Gehetzt wird gegen die »Katzenfresser«, die Zigeuner. Im Radio und im Internet lodert die Sprache des Hasses.

Alicja Tabor hat diese Stadt früh verlassen. Nun kehrt sie als Journalistin zurück, um Nachforschungen über die rätselhaften Entführungen anzustellen. Sie quartiert sich im alten Haus ein, das seit dem Tod des Vaters leer steht; die Atmosphäre ist düster, die Stimmung im einst so geliebten Garten unheimlich. Ständig fühlt sie sich beobachtet, um sie herum ereignen sich unerklärliche Dinge.
Schon in Sandberg und Wolkenfern begegnete uns Joanna Bator als Virtuosin der Verknüpfung, die in den verschwiegenen Familiendramen die Geschichte einer Epoche aufleuchten lässt. Mit der ihr eigenen Subtilität schildert sie, wie Stimmungen kippen können, wie latente Ängste und Traumata sich in jähe Ausbrüche von Wahnsinn verwandeln. Dunkel, fast Nacht ist ein Roman über die Brüchigkeit einer Gesellschaft, die ihre gemeinsame Sprache verloren hat.

Quelle: Suhrkamp Verlag/Insel Verlag