03. Februar 2018 in Hamburg – Robert Menasse und Olaf Scholz sprechen im Rahmen der Europa-Camp Konferenz zum Thema „Krisen – ein europäisches Kontinuum?“ (Gespräch und Diskussion)


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Datum/Zeit
Date(s) - 03/02/2018
11:00 - 12:45

Veranstaltungsort
Kulturfabrik Kampnagel

Kategorien


Gespräch
Samstag, 03.02.2018, 11:00 bis 12:45 Uhr

Kulturfabrik Kampnagel

Jarrestraße 20
22303 Hamburg

Im Rahmen der Europa-Camp Konferenz
Diskussion zum Thema »Krisen – ein europäisches Kontinuum?«
Robert Menasse, Schriftsteller, Wien, liest aus seinem prämierten Roman Die Hauptstadt
Außerdem mit Olaf Scholz, Erster Bürgermeister, Hamburg
Moderation: Georg Mascolo

Robert Menasse
Die Hauptstadt – Roman

Der große europäische Roman

In Brüssel laufen die Fäden zusammen – und ein Schwein durch die Straßen.

Fenia Xenopoulou, Beamtin in der Generaldirektion Kultur der Europäischen Kommission, steht vor einer schwierigen Aufgabe. Sie soll das Image der Kommission aufpolieren. Aber wie? Sie beauftragt den Referenten Martin Susman, eine Idee zu entwickeln. Die Idee nimmt Gestalt an – die Gestalt eines Gespensts aus der Geschichte, das für Unruhe in den EU-Institutionen sorgt. David de Vriend dämmert in einem Altenheim gegenüber dem Brüsseler Friedhof seinem Tod entgegen. Als Kind ist er von einem Deportationszug gesprungen, der seine Eltern in den Tod führte. Nun soll er bezeugen, was er im Begriff ist zu vergessen. Auch Kommissar Brunfaut steht vor einer schwierigen Aufgabe. Er muss aus politischen Gründen einen Mordfall auf sich beruhen lassen; ≫zu den Akten legen≪ wäre zu viel gesagt, denn die sind unauffindbar. Und Alois Erhart, Emeritus der Volkswirtschaft, soll in einem Think-Tank der Kommission vor den Denkbeauftragten aller Länder Worte sprechen, die seine letzten sein könnten.
In seinem neuen Roman spannt Robert Menasse einen weiten Bogen zwischen den Zeiten, den Nationen, dem Unausweichlichen und der Ironie des Schicksals, zwischen kleinlicher Bürokratie und großen Gefühlen.
Und was macht Brüssel? Es sucht einen Namen – für das Schwein, das durch die Straßen läuft. Und David de Vriend bekommt ein Begräbnis, das stillschweigend zum Begräbnis einer ganzen Epoche wird: der Epoche der Scham.

Quelle: Suhrkamp Verlag/Insel Verlag

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