03. Februar 20018 in Düsseldorf – Undine Siepker präsentiert „Manchmal ess ich morgens Brot“ (Lesung)


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Datum/Zeit
Date(s) - 03/02/2018
19:00 - 21:00

Veranstaltungsort
Stiftung Gerhart-Hauptmann-Haus

Kategorien


»Manchmal ess ich morgens Brot« – Lebensläufe aus dem Ruhrgebiet

19:00 Uhr

Stiftung Gerhart-Hauptmann-Haus

Bismarckstraße 90

40210 Düsseldorf

Eintritt frei

Eine audio-visuelle Lesung

Talal (Jg. 1967) aus Essen war Mathematikprofessor, in einem anderen Leben, im Irak. Heute hilft er Flüchtlingen. Haeng-Ja (Jg. 1947) aus Bochum isst mittlerweile manchmal morgens Brot – undenkbar, als sie vor fast 50 Jahren aus Korea ins Ruhrgebiet kam. Bergmannssohn Uwe (Jg. 1950) aus Dortmund floh vor 60 Jahren mit seiner Familie aus der DDR. Heute hat Uwe eine Dauerkarte fürs Westfalenstadion. Bridget (Jg. 1963) wurde in Kamerun geboren und bleibt vor allem in Bochum, weil ihr Mann hier glücklich ist.

Zwischen Halden und Heimat, Stadion und Strukturwandel hat sich Dokumentarfilmerin Undine Siepker (»Ali sein Garten«) auf die Suche nach Menschen und ihren Geschichten gemacht. Gefunden hat sie Erstaunliches, Tragisches, Schönes – und große Weisheit. Gelebte Ruhrgebietsgeschichte in Bild und Text: Anekdoten, Plädoyers, schmerzhafte Erinnerungen und gelebte Fragen verschmelzen zu einer großen audio-visuellen Erzählung. Die Schauspieler leihen den Protagonisten ihre Stimmen, geben ihre Erzählung, die verdichtete Geschichte ihres Lebens wieder, während die Protagonisten selbst diese in Videoaufnahmen ergänzen und sich den großen und winzig kleinen Fragen des Lebens widmen.

Im Anschluss an die Vorführung beantworten die Regisseurin Undine Siepker und die Mitwirkenden Fragen aus dem Publikum und erzählen vom Entstehen des Projekts.

Quelle: Literaturstadt Düsseldorf

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