01. März 2018 in Berlin – Robin Detje, Olga Radetzkaja, Juri Durkot, Sabine Stöhr, Michael Walter und Ernest Wichner präsentieren ihre Werke (Lesung und Gespräch)


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Datum/Zeit
Date(s) - 01/03/2018
19:30 - 21:30

Veranstaltungsort
Literarisches Colloquium Berlin

Kategorien


Preis der Leipziger Buchmesse 2018 (I)
Die Nominierten der Kategorie Übersetzung – Expeditionen ins Deutsche
Mit Robin Detje, Olga Radetzkaja, Juri Durkot
und Sabine Stöhr, Michael Walter und Ernest Wichner
Moderation: Ulrike Ostermeyer und Jürgen Jakob Becker

Wie ein roter Faden durchziehen die Werke Laurence Sternes das Übersetzerleben Michael Walters. Die bei Galiani erscheinende Werkausgabe bildet einen krönenden Abschluss – und ist nominiert für den Preis der Leipziger Buchmesse. Auch für Olga Radetzkajas Übersetzung der »Sentimentalen Reise« von Viktor Schklowskij (Die Andere Bibliothek) begeistert sich die Jury, das Buch erzählt von Russland in revolutionärem Aufruhr. Ernest Wichner wurde für die Übersetzung eines rumänischen Gegenwartsromans ausgewählt: Cǎtǎlin Mihuleacs »Oxenberg & Bernstein« (Paul Zsolnay Verlag); Sabine Stöhr und Juri Durkot für ihre Übertragung des neuen Romans von Serhij Zhadan aus dem Ukrainischen: »Internat« (Suhrkamp), der ins ostukrainische Kriegsgebiet führt. Robin Detje schließlich, Preisträger des Jahres 2014, hat für Joshua Cohens Sprach- und Gedankenfuror im »Buch der Zahlen« (Schöffling & Co.) eine deutsche Stimme und den Beifall der Jury gefunden. Eine gemeinsame Veranstaltung mit der Leipziger Buchmessse, die nach den Lesungen und Gesprächen zu Wein und kleinen Snacks einlädt.
Eintritt frei

Preis der Leipziger Buchmesse 2018

Quelle: Literarisches Colloquium Berlin
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Lesung
und Gespräch
Donnerstag, 01.03.2018, 19:30 Uhr
Literarisches Colloquium Berlin
Am Sandwerder 5
14109 Berlin
Vorstellung der Nominierten in der Kategorie »Übersetzung« u.a. mit Sabine Stöhr und Juri Durkot (Internat von Serhij Zhadan)
Außerdem mit Robin Detje, Olga Radetzkaja, Michael Walter und Ernest Wichner
Moderation: Ulrike Ostermeyer und Jürgen Jakob Becker

Serhij Zhadan
Internat – Roman

Nominiert für den Preis der Leipziger Buchmesse 2018,
Kategorie Übersetzung (Sabine Stöhr und Juri Durkot)
Inhalt
In Bildern von enormer Eindringlichkeit schildert Serhij Zhadan, wie sich die vertraute Umgebung in ein unheimliches Territorium verwandelt. Mindestens so eindrucksvoll ist seine Kunst, von trotzigen Menschen zu erzählen, die der Angst und Zerstörung ihre Selbstbehauptung und ihr Verantwortungsgefühl entgegensetzen. Seine Auseinandersetzung mit dem Krieg im Donbass findet mit seinem Roman Internat ihren vorläufigen Höhepunkt.
Ein junger Lehrer will seinen 13-jährigen Neffen aus dem Internat am anderen Ende der Stadt nach Hause holen. Die Schule, in der seine berufstätige Schwester ihren Sohn »geparkt« hat, ist unter Beschuss geraten und bietet keine Sicherheit mehr. Durch den Ort zu kommen, in dem das zivile Leben zusammengebrochen ist, dauert einen ganzen Tag.
Der Heimweg wird zur Prüfung. Die beiden geraten in die unmittelbare Nähe der Kampfhandlungen, ohne mehr sehen zu können als den milchigen Nebel, in dem gelbe Feuer blitzen. Maschinengewehre rattern, Minen explodieren, öfter als am Tag zuvor. Paramilitärische Trupps, herrenlose Hunde tauchen in den Trümmern auf, apathische Menschen stolpern orientierungslos durch eine apokalyptische urbane Landschaft.

Quelle: Suhrkamp Verlag/Insel Verlag

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