31. August 2019 in Erlangen – Gisela von Wysocki und Verena Auffermann sprechen im Rahmen des „Erlanger Poetenfests 2019“ über Literatur (Gespräch)


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Datum/Zeit
Date(s) - 31/08/2019
18:00 - 20:00

Veranstaltungsort
Palais Stutterheim

Kategorien


Gespräch
Samstag, 31.08.2019, 18:00 Uhr

Palais Stutterheim

Marktplatz 1
91054 Erlangen

Im Rahmen des Erlanger Poetenfests 2019
Gisela von Wysocki im Gespräch mit Verena Auffermann

Gisela von Wysocki
Wiesengrund

SWR-Bestenliste

Inhalt

Sterne sind aus Plasma und Gas gemacht. Der Vater muss es wissen, ein weit über Salzburg hinaus bekannter Astrophysiker. Hanna Werbezirk hält sie trotzdem für ewig. Und hat wenig Lust, ihm als Assistentin in seinem astronomischen Labor zu dienen. Im Nachtstudio hört sie heimlich die Vortragsfolge eines Autors, dessen Name sie sich merken wird. Wiesengrund. Er könnte hilfreich sein, für sie die Frage nach der Beschaffenheit der Sterne zu klären. Seine Worte, wendig und wandlungsfähig, eröffnen ihr den Blick in eine Welt mit eigenen Gesetzen. Das Gefühl einer Komplizenschaft mit dem radiophonen Mitternachtsbesucher macht aus der Lektüre seiner Schriften ein von Herzklopfen begleitetes Ereignis.

Als Studentin der Philosophie reist Hanna einige Jahre später nach Frankfurt am Main, um Wiesengrund in natura zu erleben – und gerät in gänzlich neue Sphären. Die politischen Turbulenzen der Zeit wirken auch in ihre neuen Lebensverhältnisse hinein. Vor allem aber steht sie jenem magischen Feld gegenüber, das sie selbst um den hazardeurhaften Denker errichtet hat.

Wiesengrund ist der zweite Roman der Schriftstellerin, Essayistin und Theaterautorin Gisela von Wysocki nach ihrem gefeierten Romandebüt Wir machen Musik. Er handelt von der Annäherung an ein Faszinosum. Und beschreibt die komischen, skurrilen Versuche, aber auch die Vergeblichkeit, seinem beklemmenden Zauber zu entkommen.

Gisela von Wysocki
Wir machen Musik – Geschichte einer Suggestion

Inhalt

Wir machen Musik ist die szenenreiche Geschichte einer >éducation musicale<. Gisela von Wysocki erzählt von der Reise eines Kindes aus musikalischem Haus, einer von der Welt der Musik verzauberten »Alice in Wonderland«. Der Vater, ein Pionier der frühen Schellackkultur, holt in den zwanziger und dreißiger Jahren die Tanz- und Varietéorchester Berlins ins ODEON-Aufnahmestudio. Später, in der Nachkriegszeit, bringt er jeden Abend aus der Stadt eine neue schwarze Scheibe mit, aus der zum Schrecken der Tochter laute Musik ertönt. Der Vater erscheint ihr als Zauberer, der Opernsänger, Pianisten und ganze Orchester in das winzige Format der Schallplatte zwängen kann. Nichts interessiert die Tochter mehr, als herauszufinden, was es mit Vaters Welt der Musik auf sich hat. Deshalb nimmt sie Klavierunterricht, studiert mit dem Vater Couplets und kleine Tänze ein und versucht sich als Kinderstar, scheitert aber auf skurrile Weise mit jedem dieser Versuche. Sie muß sich also etwas anderes einfallen lassen … Quelle: Suhrkamp Verlag/Insel Verlag