25. Oktober 2018 in Berlin – „Der Völkermord 1937/30 an den Zaza in Ostanatolien durch das türkische Militär“ (Vortrag)


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Datum/Zeit
Date(s) - 25/10/2018
19:00 - 23:00

Veranstaltungsort
RegenbogenCafé

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Mit Esther Schulz-Goldstein

Keine Sorge, ich werde Ihnen nicht schildern, was im Völkermord 1937/38 in Ostanatolien geschah, sondern warum es geschah. Ich werde über Schamfreiheitsformeln sprechen, die Ideologie und den Nationalismus des kemalistischen Militärs, die den Henkern das Morden erleichterten.

Die Zaza übernahmen die Lüge der Zentralregierung, dass ein Aufstand stattgefunden habe, weil nach einem Genozid sich die Opfer schuldig fühlen und nicht die Täter oder Bystander. Ich zeige Ihnen auf, wie die kemalistische Elite sich nur einen homogenen sunnitischen Staat vorstellen konnte, weil im Osmanischen Reich Religion und Ethnos verschmolzen wurde.

Wo eine Verschmelzung von Türkentum und Sunna nicht möglich war, wurde im Untergang des Osmanischen Reiches an den Christen und noch 1937/38 in der Osttürkei genozidal türkisiert.

Als erstes schildere ich die kopflosen Türken, als ihr Reich unterging und berichte über die türkisierende Homogenisierung des Landes, obwohl der Zaza-Adel zur Heiligen Familie des Propheten gehörte, den Ahl al-Bayt, was selbst die türkischen Sultane nicht geschafft haben. Es folgen die Funktion der Heiligen mit ihrem Patronatswesen, die sich vom Ahnenkult ableitet und verweise durch das Verbot des arabischen Buchstabens in der kemalistischen Sprachreform von 1925 auf den spirituellen Traditionsverlust der Erbpriesterschaft, die ihre eigenen Bücher nach zwei Generationen nicht mehr lesen konnten.
Ich begründe, warum der Völkermord geschah.

Eintritt frei – Spenden willkommen.