12. Dezember 2018 in Rostock – Judith Schalansky liest aus „Verzeichnis einiger Verluste“ (Lesung)


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Datum/Zeit
Date(s) - 12/12/2018
20:00 - 22:00

Veranstaltungsort
Literaturhaus Rostock, im Peter-Weiss-Haus

Kategorien


NDR Kultur Autoren lesen: Judith Schalansky – »Verzeichnis einiger Verluste«
Moderation: Alexander Solloch (NDR Kultur) – Vvk. ab sofort!

Die Weltgeschichte ist voller Dinge, die verloren sind – mutwillig zerstört oder im Lauf der Zeit abhandengekommen. In ihrem neuen Buch widmet sich Judith Schalansky dem, was das Verlorene hinterlässt: verhallte Echos und verwischte Spuren, Gerüchte und Legenden, Auslassungszeichen und Phantomschmerzen. Ausgehend von verlorengegangenen Natur- und Kunstgegenständen wie den Liedern der Sappho, dem abgerissenen Palast der Republik, einer ausgestorbenen Tigerart oder einer im Pazifik versunkenen Insel, entwirft sie ein naturgemäß unvollständiges Verzeichnis des Verschollenen und Verschwundenen, das seine erzählerische Kraft dort entfaltet, wo die herkömmliche Überlieferung versagt.

Die Protagonisten dieser Geschichten sind Figuren im Abseits, die gegen die Vergänglichkeit ankämpfen: ein alter Mann, der das Wissen der Menschheit in seinem Tessiner Garten hortet, ein Ruinenmaler, der die Vergangenheit erschafft, wie sie niemals war, die gealterte Greta Garbo, die durch Manhattan streift und sich fragt, wann genau sie wohl gestorben sein mag, und die Schriftstellerin Schalansky, die in den Leerstellen ihrer eigenen Kindheit die Geschichtslosigkeit der DDR aufspürt.

Judith Schalansky wurde 1980 in Greifswald geboren. 2008 erschien ihr Debüt »Blau steht dir nicht«. Es folgten der international erfolgreiche Bestseller »Atlas der abgelegenen Inseln« und der Roman »Der Hals der Giraffe«. Im Verlag Matthes & Seitz gibt sie seit einigen Jahren die Reihe »Naturkunden« heraus. Sie wurde u.a. mit dem Preis der Literaturhäuser (2014), dem Droste-Preis (2015) und zuletzt für »Verzeichnis einiger Verluste« mit dem Wilhelm-Raabe-Preis (2018) ausgezeichnet.

Alexander Solloch wurde in Wesel am Niederrhein geboren. Nach seinem Studium der Geschichte, Französistik und Journalistik in Leipzig und Aix-en-Provence arbeitete er als Journalist für verschiedene Zeitungen und Hörfunksender. Seit 2003 ist er für den NDR tätig, seit 2014 als Literaturredakteur für NDR Kultur. 2011 wurde er für den Deutschen Radiopreis in der Kategorie »Bestes Interview« nominiert.

Eine Kooperationsveranstaltung von NDR Kultur und Literaturhaus Rostock. Die Veranstaltung wird aufgezeichnet (Audio) und zu einem späteren Zeitpunkt im Programm von NDR Kultur ausgestrahlt.

Ort: Literaturhaus Rostock (im Peter-Weiss-Haus), Doberaner Straße 21, 18057 Rostock
Eintritt: 9,- €/erm. 6,- €*
Vvk. 6,- € zzgl. Gebühr: Pressezentrum/mvticket.de/andere buchhandlung

* Ermäßigung auch für Inhaber*innen der NDR Kultur Card.

Quelle: Literaturhaus Rostock
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Lesung
Mittwoch, 12.12.2018, 20:00 Uhr

Literaturhaus Rostock im Peter-Weiss-Haus

Doberaner Str. 21
18057 Rostock

Judith Schalansky liest aus ihrem neuen Erzählband Verzeichnis einiger Verluste
Moderation: Alexander Solloch (NDR)

Judith Schalansky
Verzeichnis einiger Verluste

SWR-Bestenliste
Inhalt

Die Weltgeschichte ist voller Dinge, die verloren sind – mutwillig zerstört oder im Lauf der Zeit abhandengekommen. In ihrem neuen Buch widmet sich Judith Schalansky dem, was das Verlorene hinterlässt: verhallte Echos und verwischte Spuren, Gerüchte und Legenden, Auslassungszeichen und Phantomschmerzen. Ausgehend von verlorengegangenen Natur- und Kunstgegenständen wie den Liedern der Sappho, dem abgerissenen Palast der Republik, einer ausgestorbenen Tigerart oder einer im Pazifik versunkenen Insel, entwirft sie ein naturgemäß unvollständiges Verzeichnis des Verschollenen und Verschwundenen, das seine erzählerische Kraft dort entfaltet, wo die herkömmliche Überlieferung versagt. Die Protagonisten dieser Geschichten sind Figuren im Abseits, die gegen die Vergänglichkeit ankämpfen: ein alter Mann, der das Wissen der Menschheit in seinem Tessiner Garten hortet, ein Ruinenmaler, der die Vergangenheit erschafft, wie sie niemals war, die gealterte Greta Garbo, die durch Manhattan streift und sich fragt, wann genau sie wohl gestorben sein mag, und die Schriftstellerin Schalansky, die in den Leerstellen ihrer eigenen Kindheit die Geschichtslosigkeit der DDR aufspürt.

So handelt dieses Buch gleichermaßen vom Suchen wie vom Finden, vom Verlieren wie vom Gewinnen und zeigt, dass der Unterschied zwischen An- und Abwesenheit womöglich marginal ist, solange es die Erinnerung gibt – und eine Literatur, die erfahrbar macht, wie nah Bewahren und Zerstören, Verlust und Schöpfung beieinanderliegen.

Quelle: Suhrkamp Verlag/Insel Verlag