12. august 2018 in Nürnberg – Friedrich Ani liest im Rahmen des „13. Literaturfest WortWärts “ aus „Nackter Mann, der brennt“ (Lesung)


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Datum/Zeit
Date(s) - 12/08/2018
17:00 - 17:40

Veranstaltungsort
Literaturzentrum Nord - KUNO e.V.

Kategorien


Lesung
Sonntag, 12.08.2018, 17:00 bis 17:40 Uhr

Literaturzentrum Nord, KUNO

Wurzelbauerstr. 29
90409 Nürnberg

Im Rahmen des »13. Literaturfest WortWärts«
Friedrich Ani liest aus Nackter Mann, der brennt
Moderation: Siegfried Straßner
Eintritt:

€ 5,-

Friedrich Ani
Nackter Mann, der brennt – Roman

KrimiZeit-Bestenliste

»Grandioser kriegt man Finsternis nicht hin.«
Die literarische Welt

Inhalt

Im Alter von vierzehn Jahren flieht ein Junge aus dem süddeutschen Dorf Heiligsheim. Vierzig Jahre später kehrt er als Ludwig, »Luggi« Dragomir zurück: Alkohol, Drogen und alle gegen sich und die anderen ausgefochtenen Kriege in Berlin verhinderten nicht das ständige Wiederleben des Missbrauchs seiner Spielkameraden und seiner selbst durch die Honoratioren von Heiligsheim. Die Schuldgefühle, diese Jungen nicht beschützt zu haben, treiben ihn an: »Je mehr Zeit ich im Dorf verbrachte, desto mehr Kinder kamen zurück und scharten sich in meinem Kopf ums schwarze Brot der Erinnerung.«

Seit seiner Anwesenheit verschwinden gleich mehrere ältere Herren, einige werden tot aufgefunden – ob durch Unfall oder Mord, das versucht Kommissarin Anna Darko herauszufinden. Dabei gerät auch Ludwig ins Visier, da er ein Verhältnis hat mit der Ehefrau eines der Vermissten, den er als Gefangenen im eigenen Haus malträtiert. Denn in Ludwig Dragomir hatte Wut die Oberhand erlangt, und nun »durfte sie brennen«: »Da stand ich, am Rand der Nacht, zum Morden geboren, zum Sterben bereit und starb nicht und mordete noch lang nicht genug.«
Wie aus Opfern Täter werden, in welcher Weise dieser unaufhaltsame, alle Grenzen der Grausamkeit sprengende Prozess abläuft – dies erzählt Friedrich Ani, der Meister des Noir, einfühlsam, überraschend und bis ins kleinste Detail und auf eine Weise, die ihresgleichen nicht hat.

Quelle: Suhrkamp Verlag/Insel Verlag