08. September 2018 in Berlin – Christian Lehnert und Sabine Scho präsentieren ihre Werke (Lesung und Gespräch)


Lade Karte ...

Datum/Zeit
Date(s) - 08/09/2018
19:00 - 20:00

Veranstaltungsort
Buchhändlerkeller Berlin

Kategorien


PRÄSENTATION DEUTSCHER PREIS FÜR NATURE WRITING 2018
08.09.2018 19:00 Uhr
Specials: Nature Writing
Autoren: Sabine Scho, Christian Lehnert

Christian Lehnert,
Sabine Scho

Moderation: Andreas Rötzer
Preis: 8 Euro / ermäßigt 6 / Schüler 4
Ticketinfos: http://literaturfestival.com/festival/tickets
Ticket online kaufen: https://shop.berlinerfestspiele.de/online/index.php3?shopid=2&wes=empty_session&language=1&gotoperformance=1994

Seit 2017 zeichnet der Deutsche Preis für Nature Writing Autorinnen und Autoren aus, die sich in ihrem literarischen Werk auf »Natur« beziehen. In Lesung und Gespräch mit Andreas Rötzer, Verleger von Matthes & Seitz Berlin, werden dem Publikum Sabine Scho und Christian Lehnert vorgestellt, die sich den Preis in diesem Jahr teilen.

In Kooperation mit Matthes & Seitz Berlin.

Lesung & Gespräch
[Deutsch]

Quelle: Internationales Literaturfestival Berlin
_____________________________
Lesung
und Gespräch
Samstag, 08.09.2018, 19:00 Uhr

Buchhändlerkeller Berlin

Carmerstraße 1
10623 Berlin

Deutscher Preis für Nature Writing 2018
Präsentation der Preisträger Christian Lehnert und Sabine Scho
Moderation: Andreas Rötzer
Im Rahmen des »ilb – internationales literaturfestival berlin«
Eintritt:

€ 8,- / erm. € 6,- / Schüler € 4,-

Christian Lehnert
Cherubinischer Staub – Gedichte

Inhalt

Christian Lehnerts siebentes Gedichtbuch versucht erneut ein Äußerstes: Ausgehend von zweizeiligen Verknappungen bis an den Rand des Schweigens, über Sonett, Ode und Terzine bis hin zu vielgestaltig ausgreifenden Poemen sendet diese Dichtung experimentelle Sonden ins Unbekannte.

Mehrfach begibt sich der Dichter in ein »Wörterbuch der natürlichen Erscheinungen«. Darin öffnen sich ihm Welt und Signatur von Schnee und Frost, Moos und Laub. Zu Sprache werden ihm Federgeistchen, Feuerkäfer, Fliegen und Falken. Ebenso versteht er sich später auf die Rede der Fichten und Buchen. Schließlich geht es um menschliches Schicksal, um mythische wie historisch-reale Stoffe. Hier verbindet er Polaritäten wie den Baal von Palmyra und die Todeserfahrung des Obersten Lehnert im Zweiten Weltkrieg.

Lehnerts Dichtung speist sich aus der deutschen Mystik. Von Jacob Böhme und Angelus Silesius übernimmt er die doppelbödig-eindringliche, Spiritualität und Physis verbindende Rede. In Lehnerts Gedichten ereignet sich, im vielberufenen Zeitalter des Digitalen, eine Wiederauferstehung analogen Denkens – und hier haben die Gedichte auch ihren widerständigen Ort in der Gegenwart: als Behauptungen von »Sinn« in den Erscheinungen, als Näherungen an eine letztlich unsagbare Mitte.

Quelle: Suhrkamp Verlag/Insel Verlag