05. Dezember 2019 in Tübingen – Judith Schalansky präsentiert im Rahmen der Tübinger Poetikdozentur 2019 die zweite Vorlesung (Vortrag)


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Datum/Zeit
Date(s) - 05/12/2019
20:00 - 22:00

Veranstaltungsort
Alte Aula

Kategorien


Vortrag
Donnerstag, 05.12.2019, 20:00 Uhr

Alte Aula

Münzgasse 30
72070 Tübingen

Judith Schalansky hält die zweite Vorlesung im Rahmen der Tübinger Poetikdozentur 2019

Weiterführende Links
Weitere Informationen zur Veranstaltung:
https://uni-tuebingen.de/universitaet/campusleben/veranstaltungen/veranstaltungskalender/termindetails/article/1-vorlesung-von-judith-schalansky/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail

Judith Schalansky
Verzeichnis einiger Verluste

SWR-Bestenliste
ORF-Bestenliste
Bestseller in Focus, Stern und Börsenblatt
Inhalt

Die Weltgeschichte ist voller Dinge, die verloren sind – mutwillig zerstört oder im Lauf der Zeit abhandengekommen. In ihrem neuen Buch widmet sich Judith Schalansky dem, was das Verlorene hinterlässt: verhallte Echos und verwischte Spuren, Gerüchte und Legenden, Auslassungszeichen und Phantomschmerzen. Ausgehend von verlorengegangenen Natur- und Kunstgegenständen wie den Liedern der Sappho, dem abgerissenen Palast der Republik, einer ausgestorbenen Tigerart oder einer im Pazifik versunkenen Insel, entwirft sie ein naturgemäß unvollständiges Verzeichnis des Verschollenen und Verschwundenen, das seine erzählerische Kraft dort entfaltet, wo die herkömmliche Überlieferung versagt. Die Protagonisten dieser Geschichten sind Figuren im Abseits, die gegen die Vergänglichkeit ankämpfen: ein alter Mann, der das Wissen der Menschheit in seinem Tessiner Garten hortet, ein Ruinenmaler, der die Vergangenheit erschafft, wie sie niemals war, die gealterte Greta Garbo, die durch Manhattan streift und sich fragt, wann genau sie wohl gestorben sein mag, und die Schriftstellerin Schalansky, die in den Leerstellen ihrer eigenen Kindheit die Geschichtslosigkeit der DDR aufspürt.

So handelt dieses Buch gleichermaßen vom Suchen wie vom Finden, vom Verlieren wie vom Gewinnen und zeigt, dass der Unterschied zwischen An- und Abwesenheit womöglich marginal ist, solange es die Erinnerung gibt – und eine Literatur, die erfahrbar macht, wie nah Bewahren und Zerstören, Verlust und Schöpfung beieinanderliegen.

Quelle: Suhrkamp Verlag/Insel Verlag

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